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Züchtung

Winterrüben: Ein Viertel mehr Ertrag möglich

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Karl Bockholt, agrarheute
am
19.12.2018

Die aktuelle Forschung zu Winterrüben zeigt: Höhere Zuckererträge wären möglich, wenn die Kältetolenaz züchterisch verbessert würde. Neue Methoden, etwa die Genschere Cripr/cas, lassen sich dazu bisher aber nicht nutzen.

Winterrüben haben den Vorteil, dass die Pflanzen durch eine längere Wachstumsdauer mehr Biomasse und somit auch mehr Zucker erzeugen können. Infolgedessen werden die Erträge von Winterrüben bis zu 25 % höher geschätzt.

Da Winterrüben jedoch bereits vor dem Winter Biomasse bilden, können sie durch einen Frosteintritt geschädigt werden. Das ist neben der mangelnden Schoßfestigkeit der Grund für einen noch geringen Anbauumfang von Winterrüben in Deutschland.

Kältetoleranz weiter verbessern

Neuere Forschungsarbeiten zur Reduktion der Kälteempfindlichkeit untersuchen primär die Veränderung des pflanzlichen Stoffwechsels. Besonders die Veränderung von Genen und die Bildung ihrer Abbauprodukte unter Kälteeinfluss wird im Zuchtlabor untersucht.

Schnellere Ergebnisse wären durch die Crispr/Cas-Genschere möglich. Auf dieses neue Züchtungsverfahren ist jedoch vorerst wohl oder übel zu verzichten: Grund ist die Gesetzesauslegung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) mit Urteil vom Juli 2018.  

Mit Material von LIZ
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