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Zuckerrüben

Zucker: EU-Kommission erhöht Angebot

© agrar-press
von , am
18.05.2013

Brüssel - Die EU lässt 150.000 Tonnen Zucker aus dem Quotenüberschuss auf den Markt. Für die Umwandlung sind 177 Euro pro Tonne zu entrichten. Die nächste Quotenumwandlung ist für Mitte Juni geplant.

Die Schadenersatzforderungen gegen die Zuckerhersteller könnten 500 Millionen Euro erreichen. © Mühlhausen/landpixel
Die EU-Kommission eröffnet eine dritte Tranche zur Umwandlung von Quotenzucker im Umfang von 150.000 Tonnen, die auf dem EU-Binnenmarkt verkauft werden dürfen. Für die Umwandlung sind 177 Euro pro Tonne zu entrichten. Dies wurde am Donnerstag im Verwaltungsausschuss in Brüssel entschieden. Bisher war die Zucker-Nachfrage höher als das Angebot, weshalb die Gebote gekürzt wurden. 

Vierte Tranche Mitte Juni geplant

Für Mitte Juni (12.06.) plant die Kommission die vierte und letzte Tranche für die Quotenumwandlung. Zudem wurden im Verwaltungsausschuss 116.121 Tonnen Weißzucker für den Import zu einem Mindestzoll von 161 Euro pro Tonne zugeschlagen. Hinzu kommen 40.000 Tonnen Rohzucker zu einem Mindestzoll von 141 Euro pro Tonne. Über Einfuhren und Quotenumwandlungen will die EU-Kommission das Zuckerangebot in der Union um 1,2 Millionen Tonnen in dieser Saison erhöhen.

Untersuchungen im Kartellverdacht noch nicht abgeschlossen

Die Wettbewerbshüter der EU schließen Preisabsprachen bei verschiedenen europäischen Zuckerherstellern nicht aus. Ende April habe es unangekündigte Inspektionen gegeben, berichtete die Kommission am Mittwoch in Brüssel. Anbieter von Weißzucker stünden unter dem Verdacht, Preise untereinander abgesprochen zu haben. Die Untersuchungen seien aber noch nicht abgeschlossen. Unangemeldete Besuche bedeuteten noch nicht, dass die Unternehmen automatisch schuldig seien, beteuerte die Kommission. Betroffen von der Inspektion seien führende Zuckerproduzenten in mehreren EU-Mitgliedsländern.

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