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Zuckerrüben

Zuckerrübe: Mit gesunden Blättern in die Kampagne

von , am
10.09.2012

Mit überwiegend gesunden Blättern starten die Zuckerrüben in die Kampagne. Auch die Befürchtungen, dass zu üppige Blätter die Rodungen erschweren, sind mittlerweile unbegründet.

© Mühlhausen/landpixel
Wie der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe (LIZ) mitteilt, gehen die Zuckerrüben mit überwiegend gesundem Blatt in die Ernte. Die Blattmasse wurde noch vor einigen Wochen von der Praxis und der Beratung vielerorts als sehr hoch eingestuft wurde. Aufgrund der geringen Bodenfeuchte hat sich aber das Rübenblatt meist deutlich reduziert, so dass die üppigen Rübenblätter kein Problem bei den Rodungen darstellen.
 
 
 
Dafür könnte die Bodentrockenheit jetzt zu einer Ernteerschwernis führen. Um Bruchverluste zu vermeiden, sollte nicht zu schnell, etwas tiefer und mit guten Scharen das Problem in den Griff zu bekommen sein.

Geringer Befallsdruck

  • Ein Befall mit Cercospora-Blattflecken zeigte bisher einen unauffälligen Verlauf. Ausgehend vom Niederrhein und der Region südlich von Braunschweig erreichte der Cercospora-Befall die Bekämpfungsschwelle in den meisten Regionen Ende Juli bis Anfang August. Die weitere Entwicklung war zwar stetig, in ihrer Ausprägung aber eher verhalten. Entsprechend der diesjährigen Situation wurden 56 Prozent der Boniturflächen einmalig behandelt. Nur auf zehn Prozent der Flächen ist eine 2. Behandlung erfolgt. 34 Prozent der Flächen blieben unbehandelt.
  • Mehltau war in 2012 bis Ende August kaum ein Thema. Erst seit vergangener Woche kommt es insbesondere am Niederrhein, in Sachsen-Anhalt und im südlichen Niedersachen zu stärkeren Befallsentwicklungen. Bei Erreichen der Bekämpfungsschwelle und spätem Rodetermin (nach dem 15. Oktober) kann eine zeitnahe Behandlung sinnvoll sein (Wartezeiten beachten).
  • Rost trat seit Ende August zwar in fast allen Regionen auf, zeigte allerdings keine behandlungswürdige Ausprägung.
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