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Zuckerrüben

Zuckerrüben 2014: Rückblick auf ein Spitzenertragsjahr

© Mühlhausen/landpixel
von , am
07.01.2015

Die Schlaglichter eines Spitzenertragsjahres: Von der frühen Aussaat der Zuckerrübe im März, über den sehr frühen Reihenschluss bis zur Rekordernte - ein Rückblick auf die Zuckerrübe im Jahresverlauf 2014.

Zuckerernte.jpg
© Michael Ottersbach/pixelio
  • Früh wie selten zuvor startet und endet die Aussaatperiode (Anfang bis Ende März)
  • Zügiger und schneller Feldaufgang mit wenig Problemen, nur in Einzelfällen Etagenrüben und Mäusefraß
  • Probleme mit nicht abgestorbenen Zwischenfrüchten (v.a. Ölrettich im Rheinland) wurden gelöst
  • Herbizidmassnahmen waren insgesamt wirksam und verträglich
  • Sehr früher Reihenschluß (außer Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern) trotz kühlem Mai
  • Verheißungsvolle Proberodungen erinnern an das Rekordjahr 2011
  • Früh erwartete Blattkrankheiten kamen doch zum normalen Termin, aber mit ungewöhnlich starkem Anstieg im Herbst
  • Erste Rüben einer enormen Erntewerden schon Ende August gerodet
  • In der Kampagne halten die Erträge den Rekordkurs, die Zuckergehalte hinken aber im Rheinland hinterher
  • Durch die Angebote zum Rübenvortrag auf 2015 bietet sich die einmalige zweite Chance, Höchsterträge attraktiv zu verwerten
  • Nebeneffekt eines Rekordjahres: Rübenmasse und -größe bereiten in einigen Fällen technische Probleme
  • Ein milder Herbst ohne Frost ermöglicht eine weitgehend störungsfreie Rübenernte und -lagerung.
  • Für 2015 ist aufgrund des stark genutzten Vortrags eine deutliche Reduktion der Anbaufläche zu erwarten.

  • Zuckerrübenkampagne in Lage abgeschlossen

    An einigen Standorten im LIZ-Gebiet ist die Zuckerrübenkampagne der Saison 2014/2015 bereits abgeschlossen, zum Beispiel in Lage. 

    Am 30. Dezember 2014 endete die Rübenanfuhr. Die Verarbeitung der Zuckerrüben dauerte bis in die frühen Morgenstunden des Neujahrtages, meldet der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe, kurz LIZ. Mit 103 Tagen Verarbeitung und über 85 Tonnen je Hektar (t/ha) Ertrag gehöre diese Kampagne mit in die obere Liga. Der erfreuliche Rübenertrag gleiche im Ansatz den niedrigen Zuckergehalt von 16,8 Prozent (%) etwas aus. Der Mietenpflege und Abfuhrlogistik sei es zu verdanken, dass sich der Erdanteil auf einem niedrigen Niveau bewegte.

    Ergebnisse in Nordstemmen

    Für den Berichtszeitraum vom 18. bis zum 29. Dezember 12.2014 wurden Zuckerrüben mit einem durchschnittlichen Ertrag von 84,5 t/ha ins Werk Nordstemmen geliefert. Der Zuckergehalt für den Zeitraum betrug im Mittel 17,59 %. Besonders hohe Erträge konnten wieder in den Naturräumen Bad Gandersheim (90,8 t/ha), Einbeck (89,8 t/ha) und Ambergau (89,2 t/ha) vermeldet werden. Die süßesten Zuckerrüben mit einem Zuckergehalt von im Durchschnitt 18,33 % wurden aus der Region Nordstemmen geliefert.
     

    Ergebnisse in Klein-Wanzleben

    Mit Ausnahme des ersten und zweiten Weihnachtsfeiertages wurde die Rübenanlieferung an das Werk Klein Wanzleben in der 52. KW nicht unterbrochen. Im Wochendurchschnitt der 52. KW wurde dabei ein Rübenertrag von 77,6 t/ha bei einem Zuckergehalt von 17,3 % gemeldet, sodass sich ein durchschnittlicher Zuckerertrag von 13,4 t/ha ergab.
     
    Am stärksten schnitt der Naturraum Magdeburger Börde mit einem Zuckerertrag von 14,9 t/ha (86,1 t/ha Rübenertrag, 17,3 % Zuckergehalt) ab. Der höchste Zuckergehalt in der 52. KW wurde mit 18,1 % aus dem Naturraum Königslutter gemeldet. Durch die hohe Verarbeitungsleistung und den störungsfreien Fabrikablauf ist das geplante Kampagneende in der 4. KW 2015 weiterhin in Sicht.
     

    Ergebnisse aus Schladen und dem Werk Könnern:

    Das Jahr 2014 ist auch in Schladen mit unverändert guten Erträgen zu Ende gegangen. Die ersten Standorte sind fertig, die Gruppen räumen ab. Wenn alles weiterhin so optimal laufe, kann in Schladen mit einem Lieferende zum 17. Januar kalkuliert werden. Sollte es an dem Samstag nicht hinhauen, gehe es selbstverständlich am Montag weiter.
     
    Die Ergebnisse aus dem Werk Könnern finden sich hier... 

     
     
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