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Zuckerrüben

Zuckerrüben: 7 Tipps zur Herbizidspritzung im Vorauflauf

von , am
02.03.2015

Wer seine Rüben in Mulch- oder Direktsaat legt, der kommt meist nicht um eine Glyphosat-Behandlung herum. Lesen Sie sieben Tipps, damit die Herbizidanwendung im Vorauflauf erfolgreich ist:

Auf den Gemeindeflächen in Ahnatal sollen künftig keine chemischen Pflanzenschutzmittel mehr erlaubt sein. © landpixel
Die Zuckerrübenaussaat erfolgt zunehmend pfluglos in Mulch- oder Direktsaat. Bei Mulchsaat besteht jedoch die Möglichkeit, dass die Zwischenfrucht im Winter nicht vollständig abfriert. Dann wird es notwendig die Flächen mit einem Totalherbizid zu behandeln. Auch auf Flächen mit einer starken Altverunkrautung ist der Einsatz von Glyphosat eine wirkungsvolle Methode, um vor der Aussaat "reinen Tisch" zu machen.

7 Tipps zur Anwendung von Glyphosat im Vorauflauf

    1. Die Tagestemperaturen sollten mindestens 5 Grad Celsius betragen und die Nachttemperaturen dürfen nicht unter minus 2 Grad Celsius liegen.
    2. Die Anwendung vor der Saatbettbereitung durchführen, damit die Blätter noch nicht mit Staub belegt sind und somit von einer besseren Wirkstoffaufnahme ausgegangen werden kann.
    3. Das Pflanzenwachstum muss wieder eingesetzt haben (Aufnahme des Wirkstoffs).
    4. Bei Kombination von Glyphosat und AHL sollten mindestens 50 Liter Wasser hinzugegeben werden (AHL ist eine gesättigte Lösung, daher ist die Beimengung von Wasser zur Aufnahme des Herbizides notwendig).
    5. Durch Zugabe eines Additivs (z.B. 1l/ha Öl oder 7-10 kg/ha SSA) kann die Wirkung verbessert werden.
    6. Bei einjährigen Unkräutern mindestens 3 bis 5 Tage vor der geplanten Bodenbearbeitung (Ausnahmen: Roundup Ultra Max und Glyphos Supreme 1- 2 Tage)
    7. Bei Wurzelunkräutern 7 bis 10 Tage vor einer Bodenbearbeitungsmaßnahme durchführen.

    Empfohlene Aufwandmengen (450 g Wirkstoff je Liter)

    • Einjährige Gräser, Ausfallgetreide, Franzosenkraut: 1,6 kg/ha
    • Ölrettich, Raps, Phacelia: 2,4 kg/ha
    • Taubnessel, Kletten: 3,2 kg/ha
    • Ackerstiefmütterchen, Raps, Kamille, Ackerwinde, Hundspetersilie, Distel, Quecke: 4,0 kg/ha

    Vorsicht: Diese Herbizide verträgt die Rübe nicht

    Kommen Herbizide mit Langzeitwirkung in der Fruchtfolge zum Einsatz können plötzliche Wuchsdepressionen bei den Rüben auftreten, berichtet der Informationsdienst Zuckerrübe. Diese Art der Schäden nimmt unter anderem deshalb zu, weil neue Fruchtarten wie Mais und Kartoffeln mit neuen Herbiziden in die Rübenfruchtfolge aufgenommen werden und eine extensive, nichtwendende Bodenbearbeitung zur Zuckerrübe erfolgt. Ein Schaden ist umso wahrscheinlicher, je weniger Niederschlag gefallen ist. Sollten Herbizide mit Langzeitwirkung eingesetzt worden sein, so kann man manchmal durch eine tiefere Bodenbearbeitung das Risiko erheblich senken.

    Vegetationsreport: Herbizidmaßnahmen bei Rüben im Vorauflauf

     
     
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