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Unkrautbekämpfung

Zuckerrüben: Aktuellen Unkrautdruck im Blick behalten

Unkrautbehandlung in Rüben
am
24.05.2019
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Die ersten Behandlungen waren erfolgreich. Jetzt gilt es, gegen Mischverunkrautung und Disteln nachzulegen. Hier unsere Tipps.

Wie sieht es aktuell um den Unkrautdruck in Zuckerrüben aus? Die Berater der Landwirtschaftskammer (LWK) Nordrhein-Westfalen geben Tipps zu den anstehenden Behandlungen.

Die bisherigen Herbizideinsätze haben in der Regel sehr gut gewirkt. Dennoch ist auf vielen frühen Flächen die 3. Nachauflaufbehandlung (NAK), auf späteren Flächen die 2. NAK überfällig. Bei Befahrbarkeit sollten Sie jetzt zügig handeln.

Blatt- und Bodenwirkung kombinieren

Es empfiehlt sich, bei breiter Mischverunkrautung aus beispielsweise Gänsefuß, Nachschatten, Klette oder Windenknöterich eine Kombination von blatt- und bodenaktiven Wirkstoffen einzusetzen.

Die aktuell steigenden Temperaturen führen zu einem deutlichen Wachstumsschub der Rüben: Die größeren Rüben bilden dann schnell einen Spritzschatten. Achten Sie deshalb jetzt auf ausreichende Mengen an Bodenwirkstoff.

Gute Hilfestellung unter Berücksichtigung von Witterung und Rübenentwicklung bietet LIZ-Herbizid (www.liz-herbizid.de).

Bei Disteln nicht zu lange warten

Bei wärmeren Temperaturen können Disteln ab 15 bis 20 cm Wuchshöhe bekämpft werden. Das sollte aber unbedingt vor der Bildung von Blütenknospen passieren! Wüchsiges Wetter fördert die Wirkung.

Die LWK-Berater empfehlen: Bei starkem Distelbesatz hat sich im Soloeinsatz das Splitting von 2 x 80 g/ha Lontrel 720 SG (alternativ 0,1 l/ha Lontrel 600 oder 0,6 l/ha Vivendi 10;) plus 1,0 l/ha Öl bei einer Wuchshöhe von 10 cm bewährt. Behandeln Sie möglichst nur die Distelhorste.

Sind die Disteln durch vorhergehende Herbizidanwendungen geschwächt und hell gefärbt, sollten Sie das Wiederergrünen abwarten.

Mit Material von LWK NRW

Unkrautbekämpfung: Bandspritze und Maschinenhacke in Rüben

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