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Cercospora

Zuckerrüben: Blattkrankheiten stagnieren

Cercospora-Blattflecken an Rüben
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Klaus Strotmann, agrarheute
am
02.08.2018

Wenn die Trockenheit etwas Positives hat - Fungizide sind in dieser Saison kaum nötig. Ein aktueller Blick auf die Rübenbestände und den Befall mit Cercospora.

Einerseits kostet die Trockenheit massiv Ertrag, andererseits sorgt sie aber für einen relativ gesunden Blattapparat: Derzeit nimmt der Befall durch die Cercospora-Blattfleckenkrankheit bei Rüben kaum zu.

„Unter den derzeitigen Bedingungen erzielen Behandlungen mit systemischen Fungiziden keine gute Wirkung“, stellen die Berater des Pflanzenschutzdiensts Stuttgart fest.

Welche Schadschwellen für Rübenbehandlung jetzt gelten

Wenn noch keine Behandlung durchgeführt wurde, gilt ab dem 1. bis zum 15. August ein Bekämpfungsschwellenwert von 15 Prozent befallener Rübenblätter. „Eine Behandlung ist erst dann sinnvoll, wenn dieser Schwellenwert überschritten wird“, heißt es aus der Beratung.

Mehltau kann vereinzelt auf den noch nicht behandelten Flächen beginnen. Wurde behandelt, wird der Mehltau miterfasst.

Monitoring: Nicht beregnete Rüben-Flächen

Solange die starke Trockenheit und die geringe Luftfeuchte anhalten, bestehen keine Infektionsbedingungen für die Blattkrankheit Cercospora.

Cercospora benötigt nicht unbedingt tropfbares Wasser, sondern kann auch bei Luftfeuchtigkeit über 91 Prozent in Verbindung mit Tau infizieren. Diese Bedingungen herrschen zur Zeit nicht.

In Einzelfällen wurde die Bekämpfungsschwelle für die 2. Fungizidbehandlung überschritten (15 Prozent befallene Blätter bis Mitte August, 45 Prozent ab Mitte August), im Allgemeinen jedoch nicht.

Ob eine zweite Spritzung notwendig wird, zeigt sich erst nach Ende der derzeitigen Witterung.

Monitoring: Cercospora schreitet auf Beregnungsflächen fort

Auf beregneten Flächen zeigt sich ein sehr heterogenes Bild, berichtet das DLR Rheinland-Pfalz in Oppenheim: Je früher die Beregnung einsetzte und je häufiger beregnet wurde, desto eher schreitet die Cercospora fort.

Insgesamt nahm aber die Befallsstärke seit der letzten Woche aber kaum zu. „Es scheint vertretbar, die dritte Behandlung in etwas verlängertem Abstand vorzunehmen beziehungsweise erst vor oder nach der nächsten Beregnung“, heißt es von der Beratung aus Rheinland-Pfalz.

Soweit noch nicht zwei Behandlungen mit Funguran Progress 1,25 kg/ha erfolgt sind, kann dieser Zusatz zum Azol-Fungizid bei der nächsten Spritzung in diesem Resistenzgebiet noch erfolgen.

Mit Material von RP Stuttgart, DLR Oppenheim

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