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Zuckerrüben

Zuckerrüben: Ernte steht vor dem Abschluss

von , am
03.12.2012

Gute Bedingungen ermöglichten in diesem Jahr fast überall einen reibungslosen Verlauf der Rübenkampagne. Am Ende dieser Woche werden wohl alle Regionen die Ernte eingebracht haben.

In fast allen Regionen ist die diesjährige Ernte der Zuckerrüben abgeschlossen. © hapo/landpixel
Wie das Landwirtschaftliche Informationszentrum Zuckerrübe (LIZ) mitteilt, wird zum Ende dieser Woche die Rübenernte in den meisten Anbaugebieten abgeschlossen sein. Die allgemein guten Rodebedingungen, mit regionalen Ausnahmen, über den gesamten Kampagneverlauf, waren die Voraussetzung für einen fast reibungslosen Ablauf der diesjährigen Rübenernte.

Im Rheinland sind noch größere Flächen zu roden

Selbst im witterungsbedingt begünstigten Rheinland neigt sich die Rübenernte dem Ende zu. Eine Ausnahme bildet hier die Region Appeldorn, in der noch ungefähr elf Prozent der Rübenflächen zu roden sind. Aber bei den moderaten Witterungsvoraussagen der Meteorologen für die kommende Woche, dürfte einer unproblematischen Restrodung nichts im Wege stehen. Im Mittel der Regionen lagert noch ca. ein Drittel der Erntemenge in Feldrandmieten und zwischen 60 und 70 Prozent der Rüben sind inzwischen verarbeitet.

Wurzelbruch bringt größten Masseverlust

Die aktuelle LIZ-Umfrage zu den häufigsten Rodemängeln zeigt auf, wo noch Optimierungsbedarf bei der Rodequalität besteht. Während etwa ein Drittel der Befragten bei der Rodung 2012 keine Mängel feststellte, werden Wurzelbruch und Verletzungen als häufigste Mängel mit ungefähr 30 Prozent ausgemacht. Deutlich abgeschlagen folgt Blattanhang beziehungsweise zu flaches Köpfen mit ca. 15 Prozent.
 
Diese Einschätzung deckt sich mit den Ergebnissen des Rodertests in Seligenstadt 2012. Mit 2,6  Prozent Masseverlust ist der Wurzelbruch bei 3,9  Prozent Gesamtmasseverlust der größte Verlustfaktor im Durchschnitt aller gestesteten Roder.

Rodemängel haben sich verändert

Offensichtlich haben sich bei den Rodemängeln in den letzten Jahren deutliche Veränderungen ergeben. 2005 schätzten über 50 % der befragten Landwirte die Köpfqualität und hier insbesondere das "zu flache Köpfen" als häufigsten Rodemangel ein. Dies wurde übrigens anhand von Bonituren an der Miete bestätigt. Die intensive Diskussion in den letzten Jahren um das Köpfen/Entblatten hat die Mängelquote in diesem Bereich deutlich verringert. Jetzt gilt es, den Blick "nach unten" auf die Wurzelspitze zu richten.

Zuckerrübenernte 2012: Roden und Abfuhr aus einer Hand

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