Login
Greening-Maßnahmen

Zuckerrüben: Erste Erfahrungen mit Zwischenfrucht-Mischungen

Hermann Krauß, agrarheute
am
24.11.2015

In der Fruchtfolge mit Zuckerrüben ist der Anteil an Zwischenfruchtmischungen mit Gelbsenf und/oder Ölrettich hoch. Grund: Rübenzysten-Nematoden. Welche Erfahrungen mit anderen Mischungen im ersten Jahr des Greenings gemacht wurden, schreibt der liz.

Zwischenfruchtmischungen in Zuckerrüben-Fruchtfolgen enthalten in der Regel einen deutlichen Anteil an Gelbsenf und/oder Ölrettich, was vornehmlich der Bekämpfung von Rübenzysten-Nematoden geschuldet sein dürfte. Wie der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe (liz) schreibt, komplettieren häufig Ramtillkraut, Rauhafer, Phacelia und auch Alexandrinerklee die Mischungen.

Buchweizen sollte als Mischpartner in Zuckerrüben-Fruchtfolgen wegen des frühen Aussamens keine Rolle spielen, ist aber ab und an ebenfalls anzutreffen. Im ersten Jahr des Greenings zeigt der liz, welche Erfahrungen in den Anbaugebieten mit den unterschiedlichen Mischungen gemacht wurden.

Praxiserfahrungen mit Zwischenfrucht-Mischungen

  • Bei frühem Saattermin wird die Dominanz, vor allem von Gelbsenf, im Wachstum deutlich. Die Konkurrenzkraft nimmt bei den Zwischenfrüchten laut liz in folgender Reihenfolge ab: Gelbsenf > Ölrettich > Ramtillkraut, Phacelia, Rauhafer > Alexandrinerklee.
  • Je später der Saattermin, umso gleichmäßiger ist die Entwicklung der einzelnen Zwischenfruchtarten. Alexandrinerklee leidet aber auch dann meistens unter der Konkurrenz.
  • Grubbersaaten sind gegenüber Pflugsaaten (höhere Nährstoffmobilisierung) insgesamt beim Aufwuchs etwas zurück. Die fortgeschrittene Entwicklung des Gelbsenfes (Blüten- und Schotenbildung) ist dann noch auffallender.
  • Ramtillkraut leidet bereits bei geringen Plus-Temperaturen unter seiner Kälteempfindlichkeit.
  • Ölrettich reagiert bei geringem Pflanzenanteil in der Mischung, frühem Saatzeitpunkt und je nach Sorte mit verstärkter Rettichbildung.

 

Auch interessant