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Zuckerrüben

Zuckerrüben: Erste Saaten im Boden

© Mühlhausen/landpixel
von , am
08.04.2013

In der vergangenen Woche wurden im Rheinland die ersten Rüben gedrillt. Aufgrund der niedrigen Temperaturen rät die LIZ-Koordinationsstelle nicht zu flach zu säen.

Die Rübenaussaat 2014 ist wegen des guten Wetters der letzten Wochen regionsweise bereits weit vrogeschritten. © landpixel
Auch wenn es draußen immer noch fröstelt und der Wind scharf aus Nordost bläst, zog es die Rübendrillen vergangene Woche, zunächst im Rheinland und in Nordstemmen, auf die Äcker. Nach dem frühen Saatbeginn in den Vorjahren sind aktuell noch keine negativen Ertragseffekte einer späteren Saat zu erwarten. Entscheidend für die Ausnutzung der Sonnenenergie und die Ertragsbildung ist ein früher Reihenschluss.
 
 

Böden sind gut abgetrocknet

Trotz frostiger Temperaturen in den letzten Wochen sind, regionsweise unterschiedlich, die Böden je nach Dauer der Schneeauflage durch den trockenen Nord-Ostwind erstaunlich gut abgetrocknet. Einer Bestellung steht daher nichts mehr im Wege, zumal sich durch die Frostgare ein gutes Saatbett mit optimaler Krümelstruktur herrichten lässt. Bei anhaltend kalten Temperaturen fragen sich jedoch viele Anbauer, ob es sinnvoll ist, die Rüben auszusäen und einen verzögerten Aufgang in Kauf zu nehmen.

Nicht zu lange warten

Dagegen besteht beim Abwarten die Gefahr, dass bei einer späteren nassen Witterung die Saatbettherrichtung weiter verzögert wird und wertvolle Zeit für eine schnelle Jugendentwicklung verloren geht. Bei erhöhtem Risiko von Fraßschäden durch die Feld-Wald-Maus, die bei kalten Böden und damit verzögerter Keimphase zu erwarten ist, kann mit einer Ablenkungsfütterung reagiert werden.

Nicht zu flach säen

Auch mögliche Frostschäden an Keimlingen sind kein Hinderungsgrund für eine Rübensaat zum jetzigen Zeitpunkt. Da das Frostrisiko erst Ende April sinkt, können Zuckerrüben jederzeit, unabhängig vom Saattermin, im empfindlichen Hakenstadium während des Auflaufens vom Frost getroffen werden. Bedenken wegen möglicher Schosserförderung sind ebenfalls unbegründet, da die Schossinduktion erst nach Auflaufen der Rüben, vornehmlich im vier bis sechs Blattstadium, bei kühlen Temperaturen ausgelöst wird. Angesichts der niedrigen Temperaturen und geringer Niederschlagsneigung sollten, bei ausreichend rückverfestigtem Saatbett, die Pillen nicht zu flach mit Erde bedeckt werden.
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