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Ratgeber

Zuckerrüben: Das kann die Gärrestdüngung

pd/nc
am
15.02.2016

Versuche zur Düngung der Zuckerübe mit Gärresten liefern ein positives Ergebnis. Nicht nur können damit erhebliche Kosten eingespart werden, auch die Rübenqualität ist oft besser als bei einer Mineraldüngung.

Wie der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe (liz) berichtet, zeigten viele Versuche zur Gärrestdüngung der Zuckerrübe im Norden und Westen Deutschlands ein überwiegend positives Ergebnis. Dadurch sollen sich erhebliche Kosteneinsparungen realisieren lassen. Welche weitere Erkenntnisse dabei wichtig sind, lesen Sie hier.

Gärrestdüngung: Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Die Ertragsleistung der Zuckerrübe ist vergleichbar mit der bei Mineraldüngung.
  • Der Nährstoffbedarf entspricht dem bei der Mineraldüngung unter Berücksichtigung des Ges-N-Gehaltes.
  • Geringe Abweichungen vom Standortoptimum bleiben ohne große Auswirkung auf Ertrag und Qualität.
  • Eine schnelle Einarbeitung der Gärreste ist wegen des hohen NH4-Anteils zur Vermeidung gasförmiger Verluste zwingend erforderlich.
  • Eine Andüngung mit 30 bis 40 kg N je ha in mineralischer Form sichert den frühen N-Bedarf der Rübe. Diese Menge ist in der Gesamt-Bilanzierung zu berücksichtigen. 
  • Die Rübenqualität ist oft besser als bei vergleichbarer Mineraldüngung. Dies gilt insbesondere für Qualitätssorten.

Gärrestdüngung: Das sind die kritischen Punkte

  • Zuverlässigkeit und Homogenität der tatsächlichen Nährstoffgehalte
  • Die zwingend erforderliche schnelle Einarbeitung der Gärreste:  Daher ist eine bodenschonende Ausbringung in einem kurzen Zeitfenster oft bei nicht optimalen Bodenverhältnisse nötig.

 

Rübenroder: Holmer Terra Dos T4

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