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Rübenernte

Zuckerrüben: Wenn möglich, bitte ernten

Rübenroder auf nassem Boden
© Jan Philipp Eberstein
von am
20.12.2017

Ein Massejahr für die Rüben, ordentlicher Zuckergehalt - aber die Ernte steckt vielerorts noch im Boden. Ein Blick auf die Zuckerrübenernte 2017.

Nach wie vor sind viele Böden wassergesättigt. Für diese Jahreszeit zum kalendarischen Winteranfang am 21. Dezember wäre das nicht ungewöhnlich - würden nicht noch hunderte Hektar Rüben im Boden stecken. Die Witterung der letzten Wochen ließ vor allem in Nord- und Westdeutschland keine flächendeckende Rübenernte zu.

Die guten Rodetage sind jetzt vorbei und der Boden wird nicht mehr abtrocknen. Der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe (LIZ) empfiehlt jetzt: Sobald es zumindest von oben trocken ist, muss mit vereinten Kräften versucht werden, die letzten Rüben aus dem Boden zu holen. Mit jedem Tag steigt das Risiko weiterer Niederschläge, steigendem Erdbesatz und Frost. Zudem rückt das Verarbeitungsende näher.

Überdurchschnittlicher Rübenertrag

Im Schnitt wurden im LIZ-Beratungsgebiet 85 bis 90 t/ha Rüben geerntet, das sind rund 15 bis 20 Prozent mehr als im langjährigen Schnitt.

Die Zuckergehalte waren mit rund 18 Prozent in der Tendenz leicht erhöht. Unter dem Strich also ein gut erhöhter Zuckerertrag - wo denn die Rüben rechtzeitig geerntet werden konnten. In Hektarertrag und Qualität sollte das sehr gute Jahr 2014 wieder erreicht werden.

Mit Material von LIZ

Nässe, Schlamm und Schnee: So sieht es auf norddeutschen Feldern aus

Wasser auf Wiese
Diese Grasfläche ist völlig überschwemmt und nicht nutzbar. © Dieter Jendrziak
Schlamm auf Feld
Hier wurde mit Gewalt eine Herbstfurche gezogen. Ideal für die Struktur ist das nicht. © Dieter Jendrziak
Voller Wassergraben
Die Gräben sind voll. Aus den häufig vorhandenen Niederungsgebieten muss das Wasser gepumpt werden, wodurch hohe Kosten entstehen. Die Schöpfwerke werden mit E-Motoren sowie Dieselaggregaten betrieben und laufen schon seit langem rund um die Uhr. © Dieter Jendrziak
Nasse Wiese
Eine nicht geerntete Grünlandfläche. Dieser Schnitt stört aber den ersten Aufwuchs im kommenden Frühjahr und muß kostenintensiv entsorgt werden, sobald die Fläche wieder befahrbar ist. © Dieter Jendrziak
Überschwemmung auf Wiese
Seit Monaten hängt über Norddeutschland ein grauer Himmel ... © Dieter Jendrziak
Überschwemmung auf Wiese
... aus dem immer wieder ergiebige Niederschläge fallen. © Dieter Jendrziak
Verschlammte Weide
Auch für die Weidehaltung wird der aufgeweichte Boden zum Problem. © Dieter Jendrziak
Hochwasser auf Maisstoppeln
Hier konnte der Mais immerhin abgefahren werden. © Dieter Jendrziak
Hochwasser auf Maisacker
Diese Maisfläche wird nicht abgeerntet werden können. © Dieter Jendrziak
Überschwemmtes Stoppelfeld
Ein trostloses Bild, das den Landwirten vor Ort über den Winter erhalten bleiben wird. © Dieter Jendrziak
Festgefahrener Traktor
Der Versuch, zur Entwässerung einen Grüppel zu ziehen, ist gescheitert. Das Wasser kann bis zu dem Punkt zwar abfließen, aber der Strukturschaden ist groß. © Dieter Jendrziak
Festgefahrener Traktor
Die Bergung des Schleppers war keine leichte Aufgabe. © Dieter Jendrziak
Gefrorener, gepflügter Acker mit Stauwasser
Sonnige, trockene Tage, an denen der Boden abtrocknen kann, gab es in der zweiten Jahreshälfte viel zu wenig. © Dieter Jendrziak
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