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Zuckerrüben: Saatgut exakt kalkulieren

© Mühlhausen/landpixel
liz/ee
am
11.01.2016

Die genaue Berechnung des Saatgutbedarfes ist nicht einfach und erfordert die Berücksichtigung zahlreicher Einflüsse. Ein kostenloses Online-Programm soll dabei helfen, um unnötige Restmengen sowie Saatgutüberlagerungen zu vermeiden.

Die genaue Kalkulation des Saatgutbedarfes ist nicht ganz einfach. Denn neben dem Reihenabstand und dem vorgesehenem Abstand in der Reihe gibt es noch weitere Einflüsse, die dabei berücksichtigt werden müssen. Hierzu zählen zum Beispiel nicht ausgesäte Fahrgassen, die den Bedarf verringern. Eine engere Ablageweite in den Fahrgassen-Randreihen, unvermeidbare Überlappungen und technische Restmengen wiederum erhöhen den Bedarf, wie der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe (LIZ) berichtet.

Keine unnötigen Restmengen und Saatgutüberlagerungen

Dies alles lässt sich nicht einfach so problemlos "von Hand" berechnen. Oft gibt es daher Sicherheitszuschläge bei der Bestellung, die zu unnötigen Restmengen und Saatgutüberlagerungen führen. Einfacher und genauer soll es mit dem “LIZ-Saatgutrechner“ funktionieren. Er ermittelt laut Informationsdienst nicht nur den genauen Bedarf, sondern überprüft zusätzlich, ob mit dem zu erwartenden Feldaufgang die angestrebte Bestandesdichte zu erreichen ist.

Punktgenau säen: Diese Technik bietet der Markt

Trends: Bei Drillmaschinen ist ein klarer Trend zu mehr Vorratsvolumen, aber auch zu gezogener Technik, erkennbar. © Werkbild
Mechanisch: Im Segment drei Meter Arbeitsbreite werden auch heute noch stark mechanische Drillmaschinen nachgefragt, überwiegend auf aktiver Kreiseltechnik aufgebaut oder aufgesattelt. © Werkbild
Pneumatisch: Drillen mit pneumatischer Saatgutförderung haben auch im drei Meter Segment ihren festen Platz, spielen ihre Systemvorteile aber vor allem bei größeren Arbeitsbreiten voll aus. © Werkbild
Passiv: Mit Kurzscheibeneggen als Vorwerkzeug lassen sich hohe Fahrgeschwindigkeiten realisieren. Sie sind vor allem auf schüttfähigen Böden eine schlagkräftige Alternative zur Aktiv-Kombination. © Werkbild
Skandinavisch: Vor allem Drillmaschinen aus Nordeuropa besitzen nachlaufende Packereinheiten, die zugleich Tiefenführung und Rückverfestigung gewährleisten. Ein Vorteil ist der sehr hohe Schardruck. © Werkbild
Versetzt: Die meisten Hersteller setzen auf Packer vor den Säscharen, um den Boden besser einzuebnen und vorzuverfestigen. Die Offset-Bauweise der Packerräder verringert den Zugkraftbedarf. © Werkbild
Single: Einscheibensäschare gibt es entweder nur mit integriertem Keilschar (Moore, Väderstad Rapid) oder mit zusätzlicher Tiefenführungs- und Reinigungsscheibe aus Kunststoff (nachlaufende Schare). © Werkbild
Doppel: Am weitesten verbreitet ist heute das Doppelscheibenschar, das auch zur Pflugsaat eingesetzt wird. Oft sind die Scheiben leicht versetzt, um das so genannte Hairpinning zu reduzieren. © Werkbild
Zinken: Zinkensämaschinen sind leicht und eignen sich vor allem für schwere und steinige Standorte. Neben Federzinken gibt es auch Anbieter von Keilscharen mit Gummifederung und andere Systeme. © Werkbild
Tiefgründig: Die Lockerungssaat kommt vor allem für rapsstarke Fruchtfolgen in Betracht. Sie wird meistens mit einer Unterfußdüngung kombiniert, die technischen Lösungsansätze sind vielfältig. © Werkbild
Intensiv extensiv: Horsch geht mit dem Focus TD den Weg der intensiven Lockerung und Durchmischung des Bodens, wobei nachlaufende Hohlscheiben auch leichte Wälle produzieren können. © Werkbild
Direkt: Die klassische Direktsaat bleibt in Deutschland eine Nische. Dementsprechend ist das Angebot an Maschinen überschaubar - an Schartypen gibt es jedoch eine relativ große  Auswahl. © Werkbild
Solo: Drillmaschinen ohne Vorwerkzeuge ermöglichen große Arbeitsbreiten und eine hohe Schlagkraft. Dafür muss etwas mehr in eine intensive Vorarbeit investiert werden. © Werkbild
2 in 1: Immer mehr Betriebe interessieren sich für eine gleichzeitige Düngereinbringung zur Aussaat. Die Technik dafür gibt es bei vielen Herstellern. © Werkbild
Geteilt: Gerade für leichtere Traktoren kann eine aufgelöste Bauweise sinnvoll sein, durch die das Gesamtgewicht der Drillkombination auf Vorder- und Hinterachse verteilt wird. © Werkbild
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