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Zuckerrüben

Zuckerrüben: So unterscheiden Sie die 5 Blattflecken

© dlz/ah
von , am
16.07.2015

Ein Befall mit Cercospora Blattflecken kann einen Ausfall von bis zu 50 Prozent des bereinigten Zuckerertrages bedeuten. Doch es gibt noch mehr Blattflecken.

Bei stärkerem Befall mit Cercospora fließen die Flecken ineinander © Dr. Peter Risser
Erreger von Cercospora bei Zuckerrüben ist der Pilz Cercospora beticola. Er überdauert in Form von Sporen auf Blattresten bis zu zwei Jahre im Boden. 25 bis 30 °C und eine relative Luftfeuchtigkeit über 90 Prozent sind für ihn ideal.
 
Typische Symptome
hellgraue bis -braune Flecken, 2 bis 5 mm, nach außen durch einen rötlich braunen Rand vom gesunden Gewebe ab­gegrenzt.
Bei stärkerem Befall fließen die Flecken ineinander.

Ramularia

Hohe Luftfeuchtigkeit (über 70 Prozent) und 16 bis 20 °C sind optimal für die Keimung der Sporen von Ramularia. © Eva Mutzeck
Erreger ist der Pilz Ramularia beticola. Er über­dauert auf Blattresten im Boden. Hohe Luftfeuchtigkeit (über 70 Prozent) und 16 bis 20 °C sind optimal für die Keimung der Sporen.
 
Typische Symptome
  • Unregelmäßige Flecken, 3 bis 8 mm, heller Innenhof, umgeben von mehr oder weniger ausgeprägten, hellbraunen bis braunen Rändern.
  • Bei starkem Befall fließen die Flecken ineinander.

Pseudomonas

Die bakteriellen Blattflecken Pseudomonas syringae treten vermehrt bei feuchtkühler Witterung auf. © Bauer/dlz
Die bakteriellen Blattflecken Pseudomonas syringae treten vermehrt bei feuchtkühler Witterung auf.
 
Typische Symptome:
  • Schwarze bis braune Flecken, zu Befallsbeginn meist größer als bei Cercospora oder Ramularia
  • Fehlender Belag mit Pilzsporen auf dem abgestorbenen Gewebe
 
Die Bakterien befallen hauptsächlich Blattgewebe, das mechanisch verletzt wurde, etwa nach Starkniederschlägen oder Hagel, aber auch in Radspuren. Eine Bekämpfung mit Fungiziden ist nicht möglich.

Echter Mehltau

Zuerst einzelne, grauweiße Pusteln, vor allem auf der Blattoberseite kennzeichnen den Echten Mehltau. © Dr. Peter Risser
Verursacher ist der Pilz Erysiphe betae. Der Befallsbeginn variiert von Anfang Juli bis September. Trocken-warme Bedingungen sind für eine Infektion und die weitere Ausbreitung optimal. Hohe Luftfeuchtigkeit, nicht Blattnässe bei Temperaturen ab 25 °C und Taubildung fördern den Befall.
 
Typische Symptome:
  • Zuerst einzelne, grauweiße Pusteln, vor allem auf der Blattoberseite, bei starkem Befall geschlossener, schmutzig grauweißer Myzelbelag.
  • Im weiteren Verlauf verfärben sich die Blätter gelb bis braun und vertrocknen.

Rost

Erreger der eher seltenen Blattkrankheit Rost ist der Pilz Uromyces betae. © Dr. Klaus Bürcky
Erreger dieser eher seltenen Blattkrankheit ist der Pilz Uromyces betae. Für die Befallsentwicklung benötigt er Temperaturen ab 10 °C bei gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit. Er breitet sich bei 15 bis 22 °C stärker aus.
 
Typische Symptome
  • Zu Beginn des Befalls auf Blattober- und -unterseite 0,5 bis 1,5 mm große, rötlich-braune Pusteln, von einem gelben Hof umgeben.
  • Bei stärkerem Befall verbräunen sie.
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