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Zuckerrüben

Zuckerrüben: Tipps zum Glyphosat-Einsatz, Ungräser bekämpfen

© Mühlhausen/landpixel
von , am
10.03.2015

Mit dem schönen Wetter geht die Feldarbeit gleich leichter von der Hand. Zuckerrübenbauern sollten sich jetzt mit dem Glyphosat-Einsatz beschäftigen, Ungräser bekämpfen und auf die Zwischenfrüchte achten.

In vielen Gegenden ist die Rübensaat schon fast fertig. © Mühlhausen/landpixel
Flächen, die für den Rübenanbau im Mulch-/Schlitzsaatverfahren vorgesehen sind, sollten jetzt auf Altverunkrautung und Verungrasung kontrolliert werden. Wichtig ist, dass die Glyphosat-Behandlung drei bis fünf Tage vor der Ausbringung organischer Dünger und der ersten Bodenbearbeitung erfolgt. Dadurch wird verhindert, dass Erde, Staub oder ein Gülle-/Substratfilm die Unkräuter bedecken und die Wirkstoffaufnahme beeinträchtigt wird.

Zwischenfrüchte präsentieren sich sehr unterschiedlich

Die Zwischenfrüchte präsentieren sich zum Ausgang des Winters sehr unterschiedlich. Während Senf überwiegend gut abgefroren ist, zeigen sich die meisten Ölrettichbestände noch sehr vital. Um Situationen wie im letzten Frühjahr zu vermeiden, sollten die grünen Ölrettichbestände, aber auch nicht abgefrorene Zwischenfruchtmischungen und Parzellen mit Altverunkrautung zeitnah behandelt werden, empfiehlt der liz (Landwirtschaftlicher Informationsdienst Zuckerrüben).
 

Glyphosat auf Mulchflächen

Wenn die Flächen befahrbar sind, kann der Einsatz von Glyphosat auf den Mulchflächen erfolgen. Für eine sichere Wirkung sollte Folgendes beachtet werden:
  • das Pflanzenwachstum sollte eingesetzt haben (Aufnahme des Wirkstoffs)
  • die Tagestemperaturen sollten mindestens 5°C betragen und die Nachttemperaturen dürfen nicht unter -2° C liegen
  • die Blätter der Unkräuter müssen trocken sei, Behandlung an hellen, sonnenreichen Tagen beschleunigt die Wirkung
  • ausreichende Aufwandmengen (je nach Bewuchs)
  • möglichst wenig Wasser je Hektar (120 – 160 l/ha)
  • bei hohem pH-Wert (hartes Wasser) Zugabe eines ansäuernden Additivs oder von 5-10 kg/ha SSA
  • Von einer gleichzeitigen Mischung und Ausbringung mit AHL ist abzuraten. Die Wirkungsgrade werden hierdurch sehr negativ beeinträchtigt.
  • Abstandsauflagen zu Gewässern und Saumbiotopen beachten
  • Richtlinien von Förderprogrammen (AUM, Wasserschutz, usw.) beachten.

    Sollen die Zwischenfruchtflächen durch AUM AL 21/AL22 (früher NAU A7) gefördert werden, muss vor dem Einsatz vor Glyphosat Folgendes beachtet werden (Stand 06.03.2015):
  • Verbot der Anwendung zur Bekämpfung nicht abgestorbener Zwischenfrucht
  • Beseitigung der Zwischenfrucht/Untersaat nur mechanisch möglich

    Bekämpfung von Ackerstiefmütterchen, Ehrenpreis & Co.

    • Bei einer Verunkrautung mit Ackerstiefmütterchen, Ehrenpreis, Klettenlabkraut und Ausfallraps sollten etwa 1800 g/ha Wirkstoff Glyphosat (z.B. 5 l/ha Taifun forte, o.ä.) ausgebracht werden.
    • Bei einer allgemeinen Verunkrautung / Verungrasung mit z.B. Weißem Gänsefuß oder Ausfallgetreide sollten mindestens 1200 g/ha Wirkstoff Glyphosat (z.B. 3,5 l/ha Taifun forte) eingesetzt werden.
     
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