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Zuckerrüben

Zuckerrüben: Unkräuter vor dem Regen bekämpfen

von , am
28.04.2015

Der Regen ist im Anmarsch. Falls die Unkräuter zwischen den Rüben während der nächsten Woche aus dem Keimblattstadium herauswachsen, sollte noch vor dem Regen die Bekämpfung erfolgen.

Bevor der große Regen kommt sollten Unkräuter im Rübenbestand bekämpft werden. © landpixel
Nach der niederschlagsfreien Witterungsphase mit hohen Temperaturen, viel Sonne und geringer Luftfeuchte schlägt das Wetter am kommenden Wochenende um. Ab Samstag sind bis in die erste Maiwoche hinein fast täglich Niederschläge bei deutlich zurückgehenden Temperaturen zu erwarten. Wenn zu befürchten ist, dass die Unkräuter während der längeren Niederschlagsphase aus dem Keimblattstadium herauswachsen und in dieser Zeit nicht behandelt werden können, sollte ihre Bekämpfung noch vor dem Regen erfolgen.

Keine Eile bei spät gesäten Rüben

Dabei ist sowohl die aktuelle Widerstandsfähigkeit der Unkräuter als auch ein eventueller Stress der Rüben zu berücksichtigen. Die Bodenherbizide sind in jedem Fall in voller Höhe zu verabreichen, damit ausreichende Bodenwirkung gegen auflaufende Unkräuter gewährleistet ist. Bei spät gesäten Rüben und noch nicht entwickelten Unkräutern kann der Regen abgewartet werden. Danach sind die Aufwandmengen vermutlich zu reduzieren und die Rüben haben sich erholt.

Herbizidmenge dem Rübenwachstum anpassen

Wenn nach einer längeren Periode mit Trockenheit, Sonne und Wind eine Herbizidbehandlung durchzuführen ist, muss die Herbizidmenge um 20 bis 40 Prozent angehoben werden und/oder ein Additiv zugesetzt werden. Was aber, wenn die Zuckerrüben durch eine lange Auflaufzeit, Krustenbildung, Nachtfrost oder andere Belastungen gestresst sind? Solange die Unkräuter noch im Keimblatt sind, kann man warten, bis sich die Rüben etwas erholt haben. Ist die Unkrautbekämpfung allerdings dringend (beginnende Laubblattbildung), muss der Herbizidzusatz wieder um 20 bis 40 Prozent reduziert  der Additivzusatz zurückgenommen werden, um die Rüben zu schonen. Denkbar ist auch ein rübenschonendes Splitting im Abstand von ca. drei bis  fünf Tagen.
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