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Zuckerrüben

Zuckerrübenkampagne: So ist der aktuelle Stand

von , am
07.11.2011

Die Zuckerrüben-Ernte läuft auf vollen Touren. In Deutschland sind teils bereits zwei Drittel vom Feld. In der Schweiz rechnen Landwirte mit einer Rekordernte von 1,8 Millionen Tonnen.

© Mühlhausen/landpixel
Nach fast zwei Monaten Kampagne sind im Gebiet des Landwirtschaftlichen Informationsdienstes Zuckerrübe (LIZ) knapp zwei Drittel der Zuckerrüben gerodet, allerdings mit regional größeren Unterschieden zwischen 50 Prozent im Rheinland und 85 Prozent in Könnern. Verarbeitet sind Ende Oktober wie zum gleichen Zeitpunkt in den beiden Vorjahren im Durchschnitt rund 40 Prozent der erwarteten Rübenmenge. Ausnahmen sind dabei Anklam mit 32 Prozent und Könnern, nicht zuletzt wegen des frühen Kampagnebeginns am 5. September, mit bereits 56 Prozent.
 
Lieferungen erfreulich wenig Verunkrautet
 
Trotz teilweise erheblicher Restverunkrautung auf den Rübenflächen halten sich die Lieferungen mit hohem Unkrautbesatz in Grenzen. Jedenfalls berichten das die landwirtschaftlichen Abteilungen der Zuckerfabriken. Die entsprechenden Empfehlungen für Ernte und Verladung unkrautbelasteter Schläge werden offensichtlich in der Praxis wirkungsvoll umgesetzt. So waren Nachbereinigungen in der Zuckerfabrik und Annahmeverweigerungen absolute Ausnahmen.

Video: Wird 2011 ein Rübenrekordjahr? (27. Oktober 2011)
 
 

Schweiz: Plus von 20 Prozent

Ertragsschätzungen gehen in der Schweiz von 1,8 Millionen Tonnen aus, was einem Plus von 20 Prozent gegenüber dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre entspricht.
 
Treffen die Prognosen zu, ist gar mit einem neuen Rekord zu rechnen. Zurückzuführen ist die Großernte nicht auf eine Ausdehnung der Fläche (mit rund 20.000 Hektar entspricht diese in etwa derjenigen von 2009), sondern lediglich auf die optimalen Witterungsbedingungen.
 
"Der Start im Frühling war ideal", erklärt Andreas Bertschi von der Schweizerischen Fachstelle für Zuckerrübenbau. Das Wetter habe eine frühe Aussaat ermöglicht, so dass Mitte März die Felder bereits bestellt gewesen seien. Der spärliche Niederschlag im Frühling habe den Zuckerrüben nicht geschadet, stattdessen habe er dazu geführt, dass die Rüben lange Wurzeln gebildet hätten. Deshalb gediehen diese auch im Sommer prächtig, obwohl der Regen eher bescheiden ausfiel.
 
Erwartet wird nicht nur eine Rekordmenge an Zuckerrüben, sondern ebenso an Zucker. Die Zuckerfabriken Aarberg und Frauenfeld gehen von rund 290.000 Tonnen aus. Das sind nochmals rund 12.000 Tonnen mehr als im Großernte-Jahr 2009. Anders als die außergewöhnliche Ernte fallen die Zuckergehalte mit Werten zwischen 17 bis 18 Prozent hingegen durchschnittlich aus.
 
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