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Ende der Zuckermarktordnung

Das sind die Zukunftssorgen der Rübenbauern

liz/af
am
05.02.2016

Ab 1. Oktober 2017 entfallen als wesentliche Elemente der EU-Zuckermarktregelung. Wie eine Umfrage zeigt, sehen die Rübenanbauer das größte Risiko in volatilen Zuckerrübenpreise nach 2017.

Im Rahmen einer Masterarbeit an der Royal Agricultural University in Cirencester  (England) wurde das Meinungsbild deutscher Landwirte zur Zukunft der Zuckerrübe in ihren Betrieben erfragt. 
Rübenanbauer, vornehmlich für die Unternehmen Pfeifer & Langen sowie Nordzucker, aber auch für Südzucker, nahmen daran teil.

Darin sehen die Rübenanbauer die größten Risiken

  1. Volatile Zuckerrübenpreise nach 2017
  2. Striktere Auflagen (cross compiance und greening)
  3. Steigende Pachtpreise
  4. Weitere Liberalisierung der Zuckermarktpolitik
  5. Steigende Betriebsmittelpreise
  6. Klimawandel
  7. Reduzierte Eigenkapitalbildung
  8. Steigender Krankheits- und Unkrautdruck
  9. Schließung der lokalen Zuckerfabrik

Landwirte wollen langfristige Lieferverträge

Bei der Frage nach festen oder flexiblen Preismodellen bei zukünftigen Verträgen bevorzugen die Landwirte Kombinationen mit Schwerpunkt bei den flexiblen Chance-Risikomodellen. Die meisten Landwirte wünschen langfristige Lieferverträge. Nur wenige Landwirte möchten die Rübenpreise über Warenterminkontrakte absichern. 

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