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Zuckerrüben

Zweite Proberodung lässt auf Rekordernte hoffen

© Mühlhausen/landpixel
von , am
18.08.2014

Die zweite Proberodung von Zuckerrüben bei Pfeifer & Langen und Nordzucker festigt den bisherigen Eindruck rekordverdächtiger Zuckererträge.

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In beiden Unternehmen liegt Mitte August der durchschnittliche überregionale Zuckerertrag erstmals zu diesem Zeitpunkt über zehn Tonnen/Hektar. Wie der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zucjkerrübe (liz) mitteilt, liegt die Ursache in den hervorragenden Rübenerträge, die bei Pfeifer & Langen zurzeit zwischen 65,9 t/ha (Könnern) und 75,2 t/ha (Euskirchen) und bei Nordzucker zwischen 64,9 t/ha (Mecklenburg-Vorpommern) und 75,8 t/ha (Niedersachsen-Südwest) liegen. Im Mittel aller Standorte liege der Rübenertrag damit knapp 30 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt.

Zuckergehalte positiv entwickelt

Auch die Zuckergehalte hätten sich in den vergangenen Wochen positiv entwickelt. Sie liegen laut liz derzeit auf knapp durchschnittlichem Niveau und variieren bei Pfeifer & Langen von 14,4 Prozent (Euskirchen) bis 15,0 Prozent (Könnern) und bei Nordzucker regional etwas stärker von 13,7 Prozent (Niedersachsen Süd-West) bis 15,7 Prozent (Schleswig Holstein). Auch die Qualität sei für den jetzigen Zeitpunkt ausgezeichnet (SMV 1,26 Prozent im Bereich von Pfeifer & Langen). Bei guten Wachstumsbedingungen sollte die Ertragsentwicklung auf Rekordkurs bleiben.
 
Die nächste Proberodung folgt in der letzten Augustwoche. Um die Entwicklung der Zuckerrüben beobachten zu können, werden von Mitte Juli bis Ende Oktober bis zu fünf Proberodungen in den Anbauregionen von Pfeifer & Langen, Nordzucker und Suiker Unie Anklam durchgeführt.

Fungizidmaßnahme noch sinnvoll?

Der liz gibt auch eine Empfehlung für eine eventuell noch anstehende Pflanzenschutzmaßnahme ab. Wenn noch keine Fungizid-Behandlung erfolgte oder diese mehr als drei Wochen zurückliege und die aktuelle Bekämpfungsschwelle erreicht wird, könne eine Fungizidmaßnahme auch bei Frührodung noch sinnvoll sein. Dann sei allerdings Eile geboten, da zum Einen das Fungizid nur noch kurze Zeit ertragsfördernd wirken kann und zum Anderen die Wartezeit einzuhalten ist.

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