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Zuckerrüben

Zwischenfrucht-Greening: Darauf sollten Rübenbauern achten

© landpixel
von , am
28.07.2015

Wieviel Pflanzen pro Quadratmeter müssen bei Nematoden-resistenten Zwischenfrüchten sein? Was gibt es hinsichtlich der N-Versorgung zu beachten? Wir haben sechs Tipps zum Zwischenfrucht-Greening für Sie.

Um eine Verunkrautung der Zwischenfrucht zu vermeiden, sollten Sie eine intensive Stoppelbearbeitung durchführen. © landpixel
Der Anbau von Zwischenfrüchten ist nichts Neues. Neu hingegen sind einige Aspekte, auf die Landwirte beim Zwischenfrucht-Greening achten müssen.
 
Der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe, kurz LIZ, hat speziell für Rübenbauern Tipps zusammengefasst.

6 Tipps fürs Zwischenfrucht-Greening

  • Möglichst nur Zwischenfruchtarten auswählen, die keine Krankheiten und Schädlinge in der Fruchtfolge vermehren. Inwieweit sich geringe Bestandsanteile kritischer Arten nachteilig auswirken, ist noch zu klären.
  • Nematoden-resistente Zwischenfrüchte brauchen auch in der Mischung mindestens 160 Pflanzen je Quadratmeter, um ihre Wirkung zu entfalten.
  • Wegen der begrenzten N-Versorgung (40/80 nur über organischen Dünger) auf frohwüchsige Arten/Sorten mit geringem Nährstoffbedarf setzen.
  • Durch Leguminosen gebundener Stickstoff kommt nur der Leguminose, nicht aber den anderen Zwischenfrüchten in der Mischung zugute.
  • Um ohne Glyphosat-Einsatz und bei geringer Nährstoffversorgung eine Verunkrautung der Zwischenfrucht zu vermeiden, intensive Stoppelbearbeitung durchführen, hauptfruchtmäßig bestellen und nicht zu früh säen.
  • Bei folgender Mulchsaat der Zuckerrüben auch an Aussamen, Überwintern und Mulchauflage (Masse, Struktur) der Zwischenfruchtarten denken.

Hintergrundinfos rund um die Zwischenfrüchte

Oft befinden sich in den neuen Zwischenfrucht-Mischungen für das Greening Pflanzen, die man nicht kennt und mit denen man selbst bisher keinerlei Erfahrungen gemacht hat. Einen Überblick über 'neue' Zwischenfruchtarten auf dem Acker in Form von Steckbriefen finden Sie hier ...
 
Sie wissen nicht, welche Krankheiten und Schädlinge durch Zwischenfrüchte vermehrt oder vermindert werden?
Hilfe verspricht der LIZ-Zwischenfrucht-Mischer. Zum online-Programm geht's hier ...

Steckbrief: 'Neue' Zwischenfruchtarten auf dem Acker

Alexandrinerklee (Leguminose) besitzt eine geringe Konkurrenzkraft und hat hohe Saatbettansprüche. © Feldsaaten Freudenberger GmbH & Co. KG
Der Buchweizen ist ein Knöterichgewächs. © Feldsaaten Freudenberger/P.H. Petersen Saatzucht/DSV Deutsche Saatveredelung
Seine Winterhärte ist sehr gering. © Feldsaaten Freudenberger/P.H. Petersen Saatzucht/DSV Deutsche Saatveredelung
Die Jugendentwicklung des Buchweizens wird als schnell eingestuft. © Feldsaaten Freudenberger/P.H. Petersen Saatzucht/DSV Deutsche Saatveredelung
Öllein (Leingewächs) hat ebenso hohe Saatbettansprüche. © Feldsaaten Freudenberger/P.H. Petersen Saatzucht/DSV Deutsche Saatveredelung
Sein Aussam-Risiko ist gering. © Feldsaaten Freudenberger/P.H. Petersen Saatzucht/DSV Deutsche Saatveredelung
Ramtillkraut gehört zu den Korbblütlern. © Feldsaaten Freudenberger/P.H. Petersen Saatzucht/DSV Deutsche Saatveredelung
Es hat einen geringen Nährstoffbedarf. © Feldsaaten Freudenberger/P.H. Petersen Saatzucht/DSV Deutsche Saatveredelung
Rauhafer, das sogenannte Süßgras, hat eine hohe Unkrautunterdrückgung. © Feldsaaten Freudenberger/P.H. Petersen Saatzucht/DSV Deutsche Saatveredelung
Seine Winterhärte wird als gering eingestuft. © Feldsaaten Freudenberger/P.H. Petersen Saatzucht/DSV Deutsche Saatveredelung
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