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Zwischenfrüchte

Zwischenfruchtdüngung: Was ist erlaubt, was sinnvoll?

Zwischenfruchtbestand im Herbst
am
27.08.2019
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Der Düngung von Zwischenfrüchten sind enge Grenzen gesetzt. Die Trockenheit hinterlässt zudem viel Stickstoff im Boden. Ein Check.

Die Novelle der Düngeverordnung 2017 hat die Möglichkeiten stark eingeschränkt, Zwischenfrüchte zu düngen. Die Berater des Landwirtschaftlichen Informationsdiensts Zuckerrübe (LIZ) fassen die Möglichkeiten zusammen.

Generell nicht zulässig ist eine Düngung nach den Vorfrüchten Winterraps, Kartoffeln, Leguminosen (und Gemenge mit > 50 Prozent Anteil), Gemüse, Erdbeeren und Mais.

Auch Sommerzwischenfrüchte, also als Zwischenfrucht vor Winterungen, dürfen nicht gedüngt werden: Wegen des frühen Umbruchs ist die Nährstoffaufnahme nicht sichergestellt.

Wann Zwischenfrüchte gedüngt werden dürfen

Bei Zwischenfrüchten nach anderen Vorfrüchten, zum Beispiel Getreide, gilt:

Die N-Düngemengen dürfen 30 kg/ha NH4+-N (hierzu zählt jeglicher Stickstoff aus mineralischen Stickstoffdüngern) und 60 kg/ha Gesamt-N nicht überschreiten.

Für eine Düngung muss die Saat zudem vor dem 15. September und die Ausbringung vor dem 1. Oktober stattfinden. Greening-Zwischenfrüchten dürfen zusätzlich generell nur organisch gedüngt werden.

Sind Leguminosen in der Zwischenfruchtmischung enthalten, gelten länderspezifisch gesonderte Auflagen, die die zulässige Düngung limitieren.

Trockenheit: Achtung, Überschüsse!

Die Frühjahrstrockenheit führte in diesem Jahr wieder zu Ertragseinbußen, die in bestimmten Regionen massiv ausfielen.

Auf Getreideflächen mit einem Ertrag unter 70 Prozent der Planmenge kann im Normalfall auf eine zusätzliche N-Düngung zur Zwischenfrucht verzichtet werden (Reststickstoff).

Bei planmäßigen Vorfruchterträgen ist eine Zwischenfruchtdüngung aber essenziell, um einen ausreichenden Aufwuchs zu erreichen. Nur dann kommen die positiven Effekte des Zwischenfruchtanbaus zum Tragen: Humusaufbau, Unkrautunterdrückung, Bodengare, positive phytosanitäre Effekte, Erosionsschutz und andere.

Auch leguminosenhaltige Zwischenfruchtmischungen sollten, wenn es die Länderauflagen erlauben, etwa 40 kg/ha N versehen werden, um die Jugendentwicklung zu fördern.

Bei der Rübendüngung berücksichtigen

In jedem Fall führt die N-Düngung zur Zwischenfrucht 2019 im kommenden Jahr 2020 zu einer geringeren N-Düngung der Rüben.

Die genaue Abzugshöhe hängt von Zwischenfruchtart, Aufwuchs und Witterung abhängig. Das Beratungsprogramm LIZ Npro bietet vor der Rübendüngung eine genauere Berechnungshilfe.

Mit Material von LIZ
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