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Züchtungsmethoden

Züchtung: Klöckner spricht sich für die Genschere Crispr/Cas aus

Julia Klöckner hält Bericht in der Hand
am Montag, 06.01.2020 - 14:28 (1 Kommentar)

Der EuGH stuft Crispr/Cas als Gentechnik ein - Ministerin Klöckner sieht die Genschere als Chance, Pflanzen schnell an veränderte Anbaubedingungen anzupassen.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) zeigt sich offen für neue Techniken in der Züchtung. Sie spricht sich in der „Ackerbaustrategie 2035“ für einen rechtssicheren Einsatz molekularbiologischer Züchtungstechniken wie der Genschere Crispr/Cas aus.

Eingriff ins Erbgut zur Sicherung der Ernährung

Gezielte Eingriffe in das Erbgut von Kulturpflanzen könnten nach ihrer Auffassung ein sinnvoller Weg zur Sicherung der Ernährung sein.

Die Genschere Crispr/Cas „ermöglicht es, Kulturpflanzen schneller und zielgerichteter zu optimieren, sie gezielt auf Trockenheitsresistenz, Schädlingsresistenz und Erntesicherung auszurichten. Dieses enorme Innovationspotential sollten wir nutzen.“

Verringerter Einsatz von Pflanzenschutz und Dünger

Nicht-chemische Alternativen im Pflanzenschutz und Präzisionslandwirtschaft seien ebenso wie moderne Züchtungsmethoden wichtige Forschungsfelder. „Dünger und Pflanzenschutz können so punktgenau aufgetragen werden, der Einsatz verringert sich.“

Mit Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) von 2018 sind neue Züchtungsmethoden wie Crispr/Cas als Gentechnik eingestuft und werden restriktiv gemäß EU-Gentechnikrecht behandelt. Dadurch ist in Deutschland und Europa die Anwendung dieser Methoden in der Züchtungspraxis bislang nicht möglich.

Mit Material von dpa
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