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Anbauplanung

Fruchtfolge: Das sollten Sie bei der Saat von Zwischenfrüchten beachten

© agrarfoto.com
von , am
05.08.2016

Für die Auswahl der Zwischenfrüchte ist aus phytosanitären Gründen die Fruchtfolge entscheidend. Das sollten Sie bei der Auswahl beachten.

Wie es von Seiten der Dienstleistungszentren Ländlicher Raum (DLR) Rheinland-Pfalz auf isip heißt, unterscheiden sich die Zwischenfrüchten hinsichtlich

  • Massebildung,
  • Durchwurzelung und
  • Abfrieren über Winter erheblich.

Für einen optimalen Erosionsschutz seien Zwischenfrüchte gefragt, die entsprechend Trockenmasse bilden können. Meist wird dies mit Zwischenfrüchten erreicht, die eine gewisse Winterhärte zeigen, mit dem Risiko, dass in milden Wintern die Bestände nicht ausreichend abfrieren.

Pflanzenarten, die als Hauptfrucht angebaut werden, sollten laut DLR Rheinland-Pfalz möglichst nicht als Zwischenfrüchte stehen. Stehen Erbsen oder Ackerbohnen in der Fruchtfolge, sollten sie nicht als Zwischenfrüchte ausgesät werden.

Fruchtfolge mit Zuckerrüben: Nematoden in Schach halten

In Zuckerrüben-Fruchtfolgen ist es wichtig Nematoden in Schach zu halten. Als Zwischenfrüchte kommen deshalb Nematoden reduzierende Arten wie

  • Ölrettich / Tillage-Rettich und
  • Senf

in Frage. Raps und Rübsen scheideen als Wirtspflanzen für die Rübennematoden aus. Auch Buchweizen sollte in den Mischungen nicht enthalten sein, da eine Bekämpfung in Z-Rüben problematisch ist.

Rapsfruchtfolgen: Kein Kreuzblütler als Zwischenfrucht

In Rapsfruchtfolgen sollten keine Kreuzblütler (vor allem Senf oder auch Leindotter) angebaut werden um Krankheiten wie Kohlhernie und Verticillium nicht zu fördern.

Eine Alternative ist laut DLR Rheinland-Pflaz Phacelia ggfs. in Mischung mit Rauhafer (herkömmlicher Hafer ist nicht erlaubt).

Auch Sonnenblumen und Ramtillkraut gehören nicht in Rapsfruchtfolgen, zu groß sei die Gefahr, dass Sklerotinia gefördert wird.

Maisfruchtfolgen mit mehr Möglichkeiten für Zwischenfrüchte

In Maisfruchtfolgen gibt es mehr Möglichkeiten für verschiedene Mischungen. Auch winterharte Mischungen kommen in Frage.

Für Betriebe mit Futterknappheit kann es durchaus sinnvoll sein eine Grasbetonte Mischung in Kombination mit Klee und Winterwicken auszusäen und vor der Maisaussaat entsprechend zu nutzen. Zudem lasse sich so anfallende Gülle sinnvoll verwerten.

Ist im Frühjahr keine Nutzung geplant, sind beispielsweise Mischungen mit Senf und Phacelia eine Alternative.

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