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Ökologische Vorrangflächen

Greening: Niedersachsens Bauern setzen auf Zwischenfrüchte

LPD/Katharina Krenn/agrarheute
am
09.08.2016

Niedersachsens Landwirte bevorzugen beim Greening eindeutig den Zwischenfruchtanbau und Brachflächen.

Nach Umfragen des Landvolkes Niedersachsen entfällt der größte Teil aller ökologischen Vorrangflächen im Rahmen der EU-Greeningverpflichtung in dem Bundesland auf den Anbau von Zwischenfrüchten.

Zwei Drittel der Landwirte bauten auf ihren Greening-Flächen Zwischenfrüchte an. Der Anbau von Leguminosen ist im Norden demnach weniger attraktiv.

Zwischenfruchtanbau gut in die Fruchtfolge zu integrieren

Der Zwischenfruchtanbau sei in Niedersachsen gut in die Fruchtfolge zu integrieren und einigermaßen anbausicher. Zudem schützen Zwischenfrüchte im Winter Böden vor Erosion und verhindern die Auswaschung von Nährstoffen.

Der Anbau von Wärme liebenden eiweißhaltigen Pflanzen wie Leguminosen werde dagegen im klimatisch begünstigten Süden und Osten Deutschlands bevorzugt.

Vorschriften für Brachflächen und Randstreifen zu streng

Brachflächen und Randstreifen bringen es in Niedersachsen gemeinsam auf 30.000 ha und stellen damit jede vierte ökologische Vorrangfläche. Hier wünschen sich die Landwirte etwas weniger strenge Vorschriften und hoffen auf den Bewertungsbericht der EU-Kommission im kommenden Frühjahr.

Auch einige Anbieter alter Blühstreifenprogramme stellen fest, dass ihre freiwilligen Angebote unter der verpflichtenden Vorgabe der EU-Programme leiden.

Das waren die beliebtesten Greening-Maßnahmen in 2015.

Steckbrief: 'Neue' Zwischenfruchtarten auf dem Acker

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