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Pflanzenbau-Ratgeber

Tipps zum Walzen von Zwischenfrüchten

Walzen von Zwischenfrüchten
© LIZ
von am
12.12.2017

Zwischenfrüchte zu Walzen kann eine Alternative zum Schlegeln sein. Das Verfahren ist preiswerter, wegen der Greening-Vorgaben gilt es aber einiges zu beachten.

Oft werden Zwischenfrüchte geschlegelt, um eine Samenreife zu verhindern oder um ein sicheres Absterben über den Winter zu gewährleisten. In diesen Fällen kann das Walzen einer Zwischenfrucht eine preiswerte Alternative zum Schlegeln darstellen. Der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe (liz) zeigt, auf was es bei dem Verfahren zu achten gilt:

  • Möglichst unmittelbar vor Frost durchgeführt, dringt dieser besser in die geschädigten Pflanzen ein und sichert das Absterben z. B. von Ölrettich auch bei geringen Frostgraden.
  • Bei Blüte durchgeführt, wird die Samenreife unterbunden.
  • Im Vergleich zum Schlegeln bleibt die Biomasse länger erhalten, was dazu führt, dass der Boden besser und länger vor Verschlämmung und Erosion geschützt ist, die Nährstoffe später freigesetzt und weniger verlagert werden.

Walzen von Zwischenfrüchten: Darauf ist zu achten

  • Das Walzen ist auch vor dem 15. Februar zur Verhinderung der Samenreife auf Greeningflächen zulässig.
  • Vorsicht ist allerdings bei Messerwalzen geboten, die leicht in den Boden eingreifen. Hier gibt es je nach Bundesland unterschiedliche Akzeptanz.
  • Wenn gewalzt wird, dann sollte es nicht zu spät erfolgen, damit sich die Biomasse bis zur Bestellung im Frühjahr ausreichend zersetzen kann.
  • Ein nachträgliches Schlegeln zur Zerkleinerung ist nicht möglich, lediglich der Einsatz einer Kurzscheibenegge mit diesbezüglich begrenzter Wirkung. Angesichts möglicher hoher Geschwindigkeiten und großer Arbeitsbreiten beim Walzen ist auf Tiere im Zwischenfruchtbestand verstärkt zu achten.
Mit Material von Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe (LIZ)

Agritechnica 2017: Das sind die Neuheiten für die Bodenbearbeitung

Horsch Cruiser XL
An den neuen Federzinken des Horsch Cruiser XL verläuft der Scharstiel über dem Rahmen. Daher hat er mehr Durchgang und mit der Rahmenbauhöhe von 700 mm sollen auch große Mengen an organischem Material kein Problem darstellen. Die Modelle Cruiser 5 und 6 XL mit 5 und 6 m Arbeitsbreite füllen die Lücke zwischen den 3-Punktmodellen und den 10 und 12 m breiten gezogenen Varianten. Halle 12, Stand C41   © Werkbild
Kuhn Smart Ploughing
Die neue patentierte Section-Control-Pflugsteuerung von Kuhn sorgt dafür, dass mittels GPS jeder einzelne Pflugkörper automatisch exakt an der gleichen Stelle am Vorgewende aushebt und einsetzt. Das verhindert zum einen unnötige Überfahrten und, dass die bereits gepflügte Fläche erneut gewendet wird. Halle 12, Stand C05 © Werkbild
Lemken Azurit DeltaRow
Die Einzelkornsämaschine Lemken Azurit legt die Saatkörner nicht in einer Einzelreihe, sondern versetzt in einem Dreiecksverband ab. Dadurch haben die einzelnen Pflanzen 70 Prozent mehr Standraum. Lemken nennt dieses Verfahren DeltaRow. Halle 11, Stand B42 © Werkbild
Amazone Ceus
Ein Multitalent soll die Scheibenegge-Grubber-Kombination Ceus von Amazone sein. Während einer Überfahrt erledigt die flexible Maschine gleich mehrere Arbeitsgänge: flach arbeiten mit dem Scheibenfeld, tief lockern bis 30 cm mit den Zinken und anschließend einebnen mit gezackten Scheiben oder Zustreichern. Halle 09, Stand H19 © Werkbild
Kerner Helix
Zum ersten Mal präsentiert Kerner seine neueste Kurzscheibenegge Helix der Öffentlichkeit. Die Scheiben mit 560 mm Durchmesser arbeiten bis zu 18 cm tief. Durch die symmetrische X-förmige Anordnung soll die Helix spurtreu und ohne Seitenzug arbeiten. Halle 12, Stand C59 © Werkbild
Väderstad Carrier CrossCutter-Disc
Die Carrier-Scheibenegge von Väderstad mit dem Vorwerkzeug CrossCutter-Disc arbeitet 2 bis 3 cm flach auf Raps- und Getreidestoppeln, Zwischenfrüchten sowie auf Pflugland, und das mit hohen Geschwindigkeiten von bis zu 20km/h und Arbeitsbreiten von 3,0 bis 12,25 m. Halle 12, Stand B25 © Werkbild
Köckerling Rebell Profiline
300 Blattfedern halten an der Kurzscheibenegge Köckerling Rebell profiline die 620 mm großen Scheiben. Diese erweitern das Urgeschäft der Egge, die flache Stoppelbearbeitung, um den Auftrag viel organische Masse einzuarbeiten, beispielsweise zur ersten Einmischung von Ernterückständen oder zum Einarbeiten von Zwischenfrüchten. Halle 12, Stand B42 © Werkbild
Dal-Bo MaxiCut
Mit 9,20 m Breite sorgt die neu entwickelte Messerwalze Dal-Bo MaxiCut 920 für Schlagkraft. Durch die liegende Klappung ist es möglich, zusätzliche Vorwerkzeuge wie gewellte Sechscheiben oder eine kleine offene Messerwalze mit 350 mm Durchmesser zu montieren. Halle 12, Stand A41 © Werkbild
Smart4Grass
Die Unternehmen Düvelsdorf, BayWa Agrar, FarmFacts und Fritzmeier Umwelttechnik entwickelten gemeinsam ein System zur Nachsaat von Grünland. Dabei misst der Pflanzensensor Isaria die Pflanzendichte und regelt die Saatgutdosierung der Säeinheit auf dem Grünlandstriegel mit Walze. Halle 09, Stand C04 © Werkbild
Kverneland Optima SX
Kverneland führt zur Agritechnica 2017 die neue Einzelkornsämaschine Optima SX High Speed ein. Damit sollen Arbeitsgeschwindigkeiten von bis zu 18 km/h bei präziser Ablage möglich sein. Das Säherz wird durch Überdruck befeuert. Dabei werden die vereinzelten Körner auf bis zu 70 km/h beschleunigt und in die Saatrille geschossen. Halle 05, Stand D37 © Werkbild
Horsch RowControl
Der Verteilerturm des Horsch RowControl ist durch seine Saat- und Luftführung in der Lage, einzelne Reihen abzuschalten und die Querverteilung der Maschine dabei nicht zu beeinflussen. Die Sämaschine schaltet die Reihen so wie eine Pflanzenschutzspritze ihre Teilbreiten mit SectionControl. Halle 12, Stand C41 © Werkbild
Amazone Centaya Super
Mit einem Saatgutbehälter aus Kunststoff, einer elektrischen Dosiereinheit und teilflächenspezifischer Aussaat anhand von Applikationskarten fährt die Centaya Super von Amazone auf den Acker. Halle 09, Stand H19 © Werkbild
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