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Futtermangel

Mit Zwischenfrüchten Futterlücken schließen

Ausaat einer Zwischenfrucht
am
16.07.2019
(1 Kommentar)

Nach wie vor ist vielerorts die Futterversorgung angespannt. Eine Lösung können Zwischenfrüchte sein. Hier unsere Tipps.

Die Hitzewelle bis Anfang Juli weckte Erinnerungen an das letzte Jahr. Trotz des Niederschlags der letzten Tage und zum Teil sehr guter Erträge beim ersten und zweiten Schnitt bleibt die Versorgungslage vielerorts angespannt, weil mit der Verfütterung der neuen Konserven deutlich früher begonnen werden musste.

Die Berater des Diensleistungszentrum ländlicher Raum (DLR) aus der Eifel empfehlen daher, nach der Getreideernte und vor allem nach Wintergerste, die Möglichkeit zu nutzen – ausreichend Wasser vorausgesetzt – mit Zwischenfürchten weiteres Futter zu erzeugen. „Eine zeitige Aussaat bietet die besten Ertragsaussichten“, heißt es vom DLR.

Diese Zwischenfrüchte eignen sich...

Für eine Ernte in diesem Jahr kommen hauptsächlich diese Arten infrage:

  • Einjähriges Weidelgras: Aussaat Juli bis Anfang August, mit 40 kg/ha
  • Welsches Weidelgras: Juli bis Anfang August, 40 kg/ha
  • Sommerhafer: Juli bis Mitte August, 120 kg/ha
  • Sand- oder Rauhafer: Juli bis Ende August, 80-120 kg/ha
  • Sommergerste: Juli bis Mitte August, 140 kg/ha
  • Perserklee: Juli bis Anfang August, 18-20 kg/ha
  • Alexandrinerklee: Juli bis Anfang August, 25-30 kg/ha
  • Winterraps: Mitte Juli bis Mitte August, 10 kg/ha
  • Sommerraps: Anfang bis Mitte August, 10 kg/ha
  • Saatwicke: Juli bis Anfang August, 80-100 kg/ha
  • Futtererbse: Juli bis Anfang August, 200 kg/ha

...und diese Sorten können Sie wählen

Folgende Sorten eignen sich besonders für die Futternutzung:

  • Einjähriges Weidelgras: Aktiv, Alberto, Alisca, Amoldo, Bigbang, Licherry, Pulse
  • Welsches Weidelgras: Barherta, Gemini, Mequatro, Tarnadus
  • Winterraps: Akela, Axel, Emerald, Greenland, Herzog, Licapo, Mosa, Rebound, Ringo, Sparta
  • Sommerraps: Helga, Jumbo, Liforum
  • Sand- Rauhafer: Balex, Codex, Exito, Giraffe, Milex, Pratex, Tradex
  • Futtererbse: Dolores, florida, Lacross, Lisa, Livioletta, Susan
  • Saatwicke: Bernivova, Ebena
  • Perserklee: Felix
  • Alexandrinerklee: Alex, Otto, Tabor, Winner

Für den Zwischenfruchtanbau stehen auch Fertigmischungen zur Verfügung. Bei den offiziell empfohlenen Qualitäts-Standard-Mischungen (QSM) werden sie als Z1 bis Zx angeboten.

Düngeverordnung beachten!

Da das Futter noch im Ansaatjahr geerntet wird, handelt es sich im Sinne der Düngeverodnung um eine Zweitfrucht. Für diese ist eine Düngebedarfsermittlung zu erstellen.

Es gilt in diesem Fall nicht die pauschale Höchstgrenze von 30 kg/ha Ammoniumstickstoff bzw. 60 kg/ha Gesamtstickstoff. „Die Berechung kann beispielsweise mit dem "N-Düngeplaner RP" durchgeführt werden“, empfiehlt das DLR für Rheinland-Pfalz.

Was auf ökologischen Vorrangflächen geht

Als weitere, eher bescheidene Futterquelle könnten die ÖVF-Pufferstreifen und Feldränder in Frage kommen. Auf ihnen darf eine Beweidung oder Schnittnutzung stattfinden, sofern sie weiterhin von der angrenzenden landwirtschaftlich genutzten Fläche unterschieden werden können.

„Zudem ist der Aufwuchs von ÖVF-Bracheflächen (NC 062) ab dem 16. Juli 2019 Rheinland-Pfalz zur Futternutzung freigegeben“, schreibt das DLR.

Mit Material von DLR Eifel
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