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Studie zum Naturbewusstsein 2019

81 Prozent für ein Verbot von GVO in der Landwirtschaft

BfN-Präsidentin Beate Jessel
am Freitag, 14.08.2020 - 16:20 (1 Kommentar)

In der vom Bundesumweltministerium alle zwei Jahre erhobenen Naturbewusstseinsstudie befürworteten 81 Prozent der Befragten ein Verbot von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in der Landwirtschaft. Für den Erhalt von Schutzgebieten sprach sich ebenfalls eine Mehrheit aus.

Als Gesamtergebnis zeigte die Studie ein steigendes Naturbewusstsein bei den Deutschen. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD), die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) Beate Jessel und der Vorsitzende des Verbands Nationale Naturlandschaften Peter Südbeck stellten die Naturbewusstseinsstudie 2019 heute in Berlin vor.

Kein Risiko bei der Gentechnik

Für mehr Transparenz und Sicherheit bei der Gentechnik sprach sich die Mehrheit der über 2.000 Befragten aus – beispielsweise durch eine Kennzeichnung von Lebensmitteln mit GVO-Inhaltsstoffen. Darüber hinaus legte die Studie den Wunsch von 95 Prozent der Menschen offen, dass mögliche Auswirkungen von angebauten GVO-Pflanzen auf die Umwelt untersucht werden sollen. „Der Naturschutz findet mehr und mehr den Rückhalt in der Bevölkerung, den wir Umweltpolitikerinnen brauchen, um unsere natürlichen Lebensgrundlagen effektiv schützen zu können“, sagte Schulze.

Ein GVO-Verbot in der Landwirtschaft forderten 81 Prozent der Befragten. 63 Prozent äußerten Bedenken, dass die Folgen neuer gentechnischer Verfahren möglicherweise nicht kontrolliert werden können.

Schutzgebiete stärken

Nach Ansicht der Studienteilnehmer ist der Erhalt von Schutzgebieten wichtig, um nachfolgenden Generationen eine intakte Natur zu hinterlassen. National und international sollte Schutzgebieten eine höhere Bedeutung zukommen.

BfN-Präsidentin Beate Jessel teilte mit, dass inzwischen 63 Prozent der Bevölkerung ihren Unmut darüber äußerten, „dass mit der Natur oft sorglos umgegangen wird“. Dies könne den Weg „für einen konsequenteren und besseren Naturschutz“ bereiten. Dass eine bessere Vermittlung von Kenntnissen über die heimischen Tier- und Pflanzenarten Voraussetzung für einen wirksamen Naturschutz ist, betonte Jessel ebenfalls. Diese Ansicht vertrat auch über die Hälfte der Befragten: 52 Prozent wünschten sich einen besseren Wissensstand auf diesem Gebiet. Wichtiger als eine „reine Wissensvermittlung“ ist es jedoch, Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, hob Jessel hervor.

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