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Politik

Agrarhaushalt 2019: Klöckner bekommt mehr Geld für ländliche Räume

Julia Klöckner
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Julia Eder, agrarheute
am
09.07.2018

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) bekommt für das Jahr 2019 6,25 Milliarden Euro. Das sind 226 Millionen Euro mehr als 2018.

Nachdem der Deutsche Bundestag vergangene Woche den Haushalt 2018 verabschiedet hat, wurde im Kabinett der Entwurf für den Bundeshaushalt 2019 beraten. Für das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ist für das kommende Jahr ein Gesamtetat von 6,25 Milliarden Euro geplant. Das sind 226 Millionen Euro bzw. 4 Prozent mehr als 2018.

Ein großer Teil davon soll in ländliche Räume, gesunde Ernährung und Landwirtschaft fließen.

Agrarhaushalt 2019: In diese Positionen fließen mehr Gelder

  • Die Mittel für den Sonderrahmenplan „Förderung der ländlichen Entwicklung“ sollen von 10 Mio. Euro 2018 auf 150 Mio. Euro 2019 steigen.
  • Für das Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BULE) sind 70 Mio. Euro gegenüber bislang 55 Mio. Euro vorgesehen.
  • Für das staatliche Tierwohllabel plant das Bundeslandwirtschaftsministerium im nächsten Jahr 33 Mio. Euro ein. In diesem Jahr sind es 7 Mio. Euro.
  • In die Entwicklung der für Herbst 2019 angekündigten Ackerbaustrategie will das Ressort 5 Mio. Euro stecken. Für dieses Jahr sind dafür keine Mittel vorgesehen.
  • Die Ausgaben für den Titel „Digitalisierung“ sollen gegenüber dem Haushalt 2018 um 5 Mio. Euro auf 15 Mio. Euro steigen.
  • Die Bundesmittel zur Landwirtschaftlichen Unfallversicherung (LUV) sollen auf dem diesjährigen Niveau von 178 Mio. Euro fortgeschrieben werden.

Agrarhaushalt 2019: Hier wird gespart

Weniger Mittel sollen in folgenden Bereichen ausgegeben werden:

  • Landwirtschaftliche Sozialpolitik: Die Landabgaberente soll von 21 Mio. Euro 2018 auf 15 Mio. Euro 2019 sinken.
  • Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) soll 27 Mio. Euro weniger bekommen, nämlich 2019 noch 105,5 Mio. Euro.
  • In puncto Innovation und Forschung sollen bei Modell- und Demonstrationsvorhaben 5 Mio. Euro gekürzt auf nur noch 6 Mio. Euro, bei der Energieeffizienz 8 Mio. Euro auf 25 Mio. Euro und bei Nachwachsenden Rohstoffen 5 Mio. Euro auf 61 Mio. Euro.

Klöckner: "Wir werden in ländliche Räume investieren"

Zu den Haushaltsplanungen erklärt die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner: "Ich freue mich über die deutliche Steigerung im Haushalt für die ländlichen Räume, eine nachhaltige Agrar- und Ernährungspolitik, sowie die Digitalisierung. Etwa die Hälfte der Menschen lebt in ländlichen Gebieten. Hier werden wir investieren: In lebenswerte ländliche Räume, in Stärkung des Ehrenamtes, in digitale Infrastruktur."

Mit Material von BMEL, AgE

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