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EU-Agrarpolitik

Agrarminister bekennen sich zu internationaler Zusammenarbeit

Jahreskonferenz "Frieden und Landwirtschaft"
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Amelie Grabmeier, agrarheute
am
11.10.2018

Anlässlich der 5. Europäischen Jahreskonferenz "Frieden und Landwirtschaft" haben sich die Landwirtschaftsministerien von zwölf EU-Nationen für die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit ausgesprochen.

Im Rahmen der 5. Jahreskonferenz „Frieden und Landwirtschaft“ in Estland haben sich die Regierungsvertreter von 12 EU-Nationen zur Stärkung von internationalen Kooperationen bekannt. „Wir brauchen die internationale Zusammenarbeit, um den Frieden in der Welt zu sichern“, sagte Tarmo Tamm, der estnische Minister für ländliche Entwicklung.

Mit Blick auf den Klimawandel und die diesjährige Dürre sei es besonders wichtig, dass die Länder auf EU-Ebene kooperierten. „Ohne Handel gibt es keinen dauerhaften wirtschaftlichen und sozialen Aufschwung", so Tamm. Gemeinsames Ziel seien noch engere Kooperationen - global und lokal.

Dialog mit Russland gewünscht

Auch der Dialog mit Russland, China und Amerika sei wichtig. „Brücken bringen langfristige Vorteile, Mauern nicht“, so der estnische Minister. Über 90 Teilnehmer aus zwölf mittel- und südosteuropäischen EU-Mitgliedstaaten nahmen an der Konferenz teil.

Darunter waren Bulgarien, Tschechische Republik, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien und Deutschland.  Als weitere Gäste waren Finnland und die Ukraine geladen.

Funktionierende Landwirtschaft entscheidet über Frieden

Dr. Gibfried Schenk

Auch Dr. Gibfried Schenk, Geschäftsführer des FriedensBrot e.V. betonte, dass die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit in der heutigen Zeit zunimmt. „Kriege in der Welt, populistische und nationalistische Tendenzen, sogar kriegerische Konflikte in Europa, das gibt zu denken“, sagte er.

Die Geschichte habe über Jahrhunderte gezeigt, dass es keinen Frieden gebe ohne funktionierende Landwirtschaft. „Aber – und da schließt sich der Kreis - diese Landwirtschaft kann nur im Frieden erfolgreich sein“, so Schenk.  

Klöckner unterstützt Projekt FriedensBrot

Seit 2014 treffen sich die 12 EU-Nationen jährlich, um im Rahmen der Konferenz „Frieden und Landwirtschaft“ über Frieden, Europa, Landwirtschaft und ländliche Räume zu diskutieren. Der gemeinnützige Verband FriedensBrot e.V. hat die Veranstaltungsreihe initiiert. Das Ziel des Vereins ist es, den Frieden und die Völkerverständigung in Europa und weltweit zu fördern.

„Wir treten für europäische Werte ein: für Freiheit, Selbstbestimmung, den freien Austausch von Gütern, Dienstleistungen und – in erster Linie – von Menschen ein“, sagte Schenk. Unterstützt wird das Projekt von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, die die Schirmherrschaft innehat. Nächstes Jahr wird die 6. Jahreskonferenz in Litauen stattfinden.

Reform der GAP: Das sagen Politiker und Verbände dazu

Julia Klöckner
Svenja Schulze
Otte Kinast
Michaela Kaniber
Ursula Heinen Esser
Albert Stegemann
Rainer Spiering
Friedrich Ostendorff
Gero Hocker FDP
Kirsten Tackmann
Joachim Rukwied
Olaf Tschimpke NABU-Präsident

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