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Agrarpolitik

Agrarministerkonferenz in Rostock: Das erwarten die Landwirte

Collage für die Themen der AMK in Rostock, Minister, Kuhstall, facebook-Seite
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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
05.09.2016

In dieser Woche treffen sich die Agrarminister von Bund und Ländern in Rostock zur Herbstkonferenz. Diese Themen brennen unseren Usern unter den Nägeln.

Vom 7. bis 9. September findet die Herbst-Agrarministerkonferenz (AMK) in Rostock Warnemünde statt. Die Umsetzung der Hilfspakete für den Milchmarkt wird dabei eines der zentralen Themen der Konferenz sein. Darüber hinaus heißt es aus dem SPD-geführten Agrarministerium in Mecklenburg-Vorpommern, dass unter anderem

  • das Ende der Kastenstandhaltung bei Sauen,
  • wirksame Maßnahmen gegen die Lebensmittelverschwendung in Deutschland,
  • die Verbesserung der Kita- und Schulverpflegung,
  • die Förderung der Aquakultur zum Schutz der Meere vor Überfischung und
  • Maßnahmen zur gesünderen Ernährung der Bevölkerung und zur Wertschöpfung in ländlichen Räumen

diskutiert werden sollen. Wir haben unsere User auf Facebook gefragt, welche Themen ihnen als notwendig erscheinen. Hier einige Kommentare:

Gerechtere Erzeugerpreise

Wie bekommen für die Landwirte gerechtere Preise für ihre Produkte? Diese Frage stellen sich einige unserer Facebook-User. Dabei werden unterschiedliche Aspekte des Problems angeschnitten:

Steffi Egger regt an: "Preisgestaltung von unten nach oben, wie überall in der Wirtschaft. Der Handel darf nicht unter Einstandspreis verkaufen, aber der Bauer soll nehmen, was am Ende der Kette übrig bleibt? [...] Fakt ist, dass der Handel einen Geiz-ist-geil-Preis bietet, von dem dann jeder abzieht und weiter gibt, was übrig bleibt, das ist doch irrsinnig! Bereinigt das und die Probleme sind behoben."

Katja Müller fragt sich: "Warum gibt es keinen festgelegten Mindestpreis für die Milch, unter dem die Discounter die Milch nicht verkaufen dürfen?"

Heike Lindemann-Luiken postet: "Warum darf Milch aus dem europäischen Ausland importiert werden? Warum darf dann dennoch mit dem Slogan "regionales Produkt" geworben werden? Ich warte immer noch auf die versprochene Transparenz bei Lebensmitteln."

Clemens Burke fragt: "Warum darf der Landwirt keine Rechnung schreiben? Warum bestimmen der Handel und die Abnehmer was die Landwirte bekommen?"

Bärbel Müller postet: "Ich denke, es wäre sinnvoll über eine Haltungsgrenze nachzudenken. Das würde eine Überproduktion in allen Bereichen regulieren. Weiterhin sollten die sogenannten Soforthilfen auch sofort gezahlt werden und in angemessener Höhe sein."

Wirtschaftlichkeit und alternative Vermarktungswege

Um die Betriebe wirtschaftlich gesund aufzustellen, interessiert einige User, was nach den Hilfspaketen kommt:

Marion Wendt bringt dabei folgenden Aspekt ins Spiel: "Statt staatlicher Hilfe sollte endlich ein Weg in Richtung Risikoausgleichsrücklage unternommen werden. [...] Dann könnte der Landwirt zeitnah und effektiver auf Marktschwankungen oder Wetterphänomene unternehmerisch entscheiden."

Zu dem Thema postet Christiane Bruijnen: "Weshalb bekommen die Betriebe, welche ihre Kühe oder einen Teil ihrer Kühe an andere Betriebe verkauft haben, die Förderung für die Milchmengenreduzierung?"

Dirk Schymanski postet: "Förderung von Selbstvermarktung. Ich würde auch mehr für Milchprodukte bezahlen, wenn der Bauer davon was hat."

Für Matthias Westerfeld sollten die Agrarminister folgende Themen zur Wirtschaftlichkeit diskutieren: "1. Planungssicherheit 2. Zugang zu günstigen Rentenbank Darlehen. 3. Banken die Startups in der Landwirtschaft begleiten. 4. Kollegen, die nicht jammern sondern Probleme lösen. 5. alle Landwirte sollten wie in der Wirtschaft Rechnungen schreiben. 6. die Geschäftsbeziehungen zum vor- und nachgelagerten Bereich müssen aus der Landwirtschaft gestaltet werden, sonst werden die Landwirte von der Industrie gestaltet."

Tierwohl und Haltungsform

Unter den Posts finden sich auch Stimmen zum Thema Tierwohl und -haltung. Bei einem Teil der Antworten tritt dann auch der Begriff "Massentierhaltung" auf. So möchte zum Beispiel Mike: "Massentierhaltung mit den entspr. Folgen verbieten. Keine Frage, aber eine Forderung!"

Gabriele Grabowski brennen gleich mehrere Themen unter den Nägeln: "Massentierhaltung, Anbindehaltung von Milchkühen, Tiertransporte sind zu lange, Förderung von Alternativen zu Fleisch, Kastenstände der Zuchtsauen verbieten."

Monika Freiling findet: "Warum wird die Landwirtschaft industrialisiert, das passt nicht zusammen. Landwirtschaft ist Natur und muss wieder da hin."

Wir sind am Freitag für Sie auf der Agrarministerkonferenz in Rostock-Warnemünde und werden nach Antworten für Sie suchen. Damit Sie nichts verpassen, können Sie sich hier für unseren Newsletter anmelden.

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