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Agrarsubventionen: Top-Empfänger sind nicht die Landwirte

EU-Fahne mit Geld
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Anke Fritz, agrarheute
am
29.05.2018

Kurz bevor EU-Agrarkommissar Phil Hogan den Verordnungsentwurf für die GAP nach 2020 vorstellt, veröffentlicht die Spiegel-Redaktion die Top-Empfänger von Agrarsubventionen.

Seit dem 23. Mai sind die Agrarsubventionen und deren Empfänger für das Jahr 2017 abrufbar. Der Spiegel und NDR Niedersachsen haben die frei zugänglichen Daten der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) ausgewertet. An der Spitze der Top-Ten-Agrarsubventionsempfänger steht das Landesamt für Umwelt, Potsdam, mit 13,25 Millionen Euro. Die Zahlung stammt in diesem Fall allein aus dem Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) für die Maßnahme Küsten- und Hochwasserschutz, wie auf der Seite der BLE nachzulesen ist.

Top-Five-Empfänger von EU-Agrarsubventionen in Deutschland 2017

  • Landesamt für Umwelt, Potsdam, Hochwasserschutz: 13,25 Millionen Euro
  • Landesbetrieb für Küstenschutz, Husum, Küsten- und Hochwasserschutz: 12,52 Millionen Euro
  • Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern: 9,12 Millionen Euro
  • Landesbetrieb für Hochwasserschutz, Magdeburg, Hochwasserschutz: 6,75 Millionen Euro
  • Landgard Obst + Gemüse GmbH, Straelen, Beihilfe für Erzeugerorganisation Obst/Gemüse: 5,64 Millionen Euro

Bei der Auswertung der Top-Zahlungen sind die Gelder aus dem Europäische Garantiefonds für die Landwirtschaft (EGFL) und dem ELER zusammengefasst. Neun der Top-Zehn-Empfänger sind laut Spiegel in öffentlicher Hand.

 

Top-Empfänger der Direktzahlungen

Auf der Seite der BLE lassen sich verschiedene Filter einstellen, sodass auch die Top-Empfänger der Direktzahlungen sichtbar werden. Laut Spiegel seien unter den Top 20 auch fünf landwirtschaftliche Großbetriebe. Angeführt wird die Liste von der Landgard Obst + Gemüse GmbH, Straelen. Die GmbH hat im Jahr 2017 aus dem EGFL-Fonds 5,64 Millionen Euro erhalten.

Mit Material von Spiegel, BLE
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