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Agrarverbände begrüßen Heinen-Esser als Agrarministerin

Ursula Heinen-Esser
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Norbert Lehmann, agrarheute
am
25.05.2018

Die Agrarverbände in Nordrhein-Westfalen haben positiv reagiert auf die Ernennung von Ursula Heinen-Esser (CDU) zur neuen Umwelt- und Landwirtschaftsministerin.

Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) zeigte sich erleichtert, dass der Ressortzuschnitt trotz der kurzfristigen Abberufung von Christina Schulze Föcking als Ministerin nicht geändert wurde.

WLV-Präsident Johannes Röring betonte, Heinen-Esser sei eine durchsetzungsstarke Persönlichkeit mit Erfahrungen in der Agrar- und Umweltpolitik auf Bundesebene.

Der Verband geht davon aus, die gute und vertrauensvolle Arbeit mit ihrer Vorgängerin im Amt fortsetzen zu können. Gerade bei den für Tierhalter wichtigen Themen wie der Vorbereitung auf einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest, der Modernisierung von Lagerstätten für organische Dünger und Silagen auf den Höfen und beim Thema „Ferkelkastration“ habe Frau Schulze Föcking wichtige Impulse gesetzt. Die neue Ministerin müsse diese gute Arbeit fortsetzen und sich aktuell insbesondere für die Belange der Ferkelerzeuger stark machen.

"Sie kann einen fairen Ausgleich schaffen"

Bernhard Conzen

Der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) begrüßte die Entscheidung. Zweifellos stelle die neue Aufgabe in einem Ministerium mit einem umfassenden Zuschnitt von der Landwirtschaft bis hin zum Umweltschutz eine große Herausforderung dar.

Die neue Ministerin bringe aus ihren früheren politischen Ämtern auf Bundesebene aber die Erfahrungen mit, die benötigt würden, um einen fairen Ausgleich zwischen den wirtschaftlichen Notwendigkeiten der Landwirtschaft und den Ansprüchen der Gesellschaft zu schaffen, stellte RLV-Präsident Bernhard Conzen heraus. Die rheinischen Bäuerinnen und Bauern freuten sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit der neuen Ministerin.

Erfahren in der Agrar- und der Umweltpolitik

Ursula Heinen-Esser wurde am 7. Oktober 1965 in Köln geboren. Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität zu Köln und ihrem Abschluss als Diplom-Volkswirtin war sie als Wirtschaftsjournalistin tätig. Von 1994 bis 1998 leitete sie die Abteilung Wirtschafts-, Sozial- und Gesellschaftspolitik der CDU-Bundesgeschäftsstelle.
 
Von 1998 bis 2013 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages. 2002 wurde sie in den Fraktionsvorstand gewählt und war von 2002 bis 2005 Beauftragte der Bundestagsfraktion für Verbraucherschutz und Lebensmittelrecht und von 2005 bis 2007 Obfrau ihrer Fraktion im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
 
2007 berief Bundeskanzlerin Angela Merkel sie als Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundeslandwirtschaftsminister. Von 2009 bis 2013 war sie in gleicher Funktion für das Bundesumweltministerium tätig.

Zuletzt war Heinen-Esser die Vorsitzende der Geschäftsführung der Bundesgesellschaft für Endlagerung.

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