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Glosse

Alpine Landwirtschaft für den LS 19: Alles wie im Spiel

Kuh-PC
am Donnerstag, 26.11.2020 - 11:05 (Jetzt kommentieren)

Agrarpolitik langweilt Sie? Nase voll von Schweinepest, Düngeverordnung und sonstigem Stress? Dann lesen Sie hier unseren fast echten Test der neuesten Zusatzsoftware „Alpine Landwirtschaft“ für den Landwirtschafts-Simulator 19 (LS 19).

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Mal ehrlich: Sie warten nicht auf Ihren Geburtstag oder darauf, endlich den Mehrfachantrag einreichen zu dürfen, oder? Sie warten auf etwas Wichtiges. Am 12. November war es soweit: Das neue Add-On „Alpine Landwirtschaft“ zum Landwirtschafts-Simulator 19 kam heraus – Spaß mit 30 neuen Maschinen, Grünland in Hanglagen und jeder Menge kleiner Strukturen. Soweit so gut. Doch in den Weiten des Darknets haben wir eine ganz besondere Fan-Modifikation gefunden. Anstatt also das normale DLC zu testen, so wie es von Giants Software hergestellt wurde, haben wir uns in unserem Test ausschließlich auf diese besondere Version konzentriert.

Volksbegehren nach Wahl

Nachdem wir die EDV-Abteilung überzeugt haben, dass wir das wirklich installieren müssen, kommt hier unser Erfahrungsbericht mit der „schwarzen“ Version: Gleich nach Programmstart werden wir zuerst gefragt, welche Volksbegehren gelten sollen: Schutz beziehungsweise Verbot von Bienen, Pflanzenschutzmitteln, internationalem Handel, Dorfidylle oder einem Dutzend weiterer Parameter. Wir schützen alles und verbieten nichts, dann kann es auch schon losgehen.

Auf der Fahrt mit unserem 15er Steyr zum Mähen winken uns Wölfe mit den Pfoten vom Straßenrand zu. Auf Knopfdruck werfen wir ihnen regional produzierte Tofu-Häppchen hin, worauf sie die Hunde der Touristen verscheuchen, die sich ansonsten wahllos auf unseren Wiesen erleichtern würden.

„Kulikitaka-Challenge“ neu gedacht

Das Mähen gestaltet sich zunächst schwierig. Wenige digitale Meter von uns entfernt klettern ständig Wanderer über unsere Zäune, um zu karibischen Rhythmen aus dem Handy unsere Kühe aufzuscheuchen. Aber zum Glück sind die Rinder im Spiel in der Lage, ihre eigenen Handys zu zücken und die Videos von Menschen, die sich zum Affen machen, auf Youtube einzustellen. Neue Social-Media-Hits werden geboren. Mit den werbebasierten Erlösen kaufen wir einfach höhere Zäune und bauen sie per Mausklick auf, Wartung entfällt.

Nach dem Mähen geht es in den Wald, wo wir zunächst das Event „Borkenkäferplage“ ausschalten. Wir freuen uns, dass weit und breit keine Trockenschäden zu sehen sind und winken den Mountainbikern zu. Letztere bleiben wegen besagter Wölfe auf den ihnen zugewiesenen Wegen und strampeln dort rücksichtsvoll, wenn auch etwas langsam, durch die Gegend.

Alles nur Spaß im Alpenraum

Ernst wird es erst wieder, als wir unsere vollen Güllelager am Hof betrachten und mit entgleisenden Gesichtszügen feststellen, dass wir pro Jahr nicht mehr als drei Tropfen auf unseren Wiesen ausbringen dürfen. Gerade da kommt ein Staatssekretär auf den Hof, zeigt die versteckte Kamera und erklärt uns, das sei alles nur ein Spaß. Natürlich gehe Ökologie nicht ohne Ökonomie und solange die Düngung bedarfsgerecht sei, gehe das schon in Ordnung. Leider stürzte das Programm an dieser Stelle ab. Anscheinend war irgendwas im Rechner heißgelaufen. Vielleicht geht es ja morgen wieder.

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