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Agrarministerkonferenz

AMK: Entscheidungen zur Ökoreform und Sauenhaltung erwartet

Bauernprotest
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Katharina Krenn, agrarheute
am
31.03.2017

Heute endet die Konferenz der Agrarminister. Ob zur Haltung von Sauen, Entschädigung für Freiland-Erzeuger oder EU-Ökoverordnung - die Landwirte erwarten praktikable Entscheidungen.

Zum Abschluss der Agrarministerkonferenz in Hannover wollen die Minister aus Bund und Ländern am Freitag auch die Regelungen für Bio-Produkte auf EU-Ebene besprechen. Die EU-Vorschrift legt fest, wie Öko-Produkte gekennzeichnet, erzeugt und hergestellt werden müssen. Die Bundesländer dringen darauf, die Reform zu stoppen, weil sie Nachteile für deutsche Betriebe befürchten. Die Ergebnisse der Konferenz sollen am Nachmittag vorgestellt werden.

Entschädigung für Freilandeier-Erzeuger

Eine Entscheidung wird auch bei dem Thema Geflügelpest erwartet. Freilandeier-Erzeuger sollen für ihre Einkommensverluste entschädigt werden, die sie während der Zeit der Stallpflicht hatten.

Werden die Tiere länger als zwölf Wochen im Stall gehalten, dürfen die Eier nicht mehr als Freiland-Ware deklariert werden, sondern müssen als Eier aus Bodenhaltung verkauft werden, die für gewöhnlich billiger sind. Über die Summe einer Entschädigung ist bisher nichts bekannt.

Kastenstandhaltung

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Bündnis 90/Die Grünen) setzt sich für einen weitgehenden Ausstieg aus der Kastenstand-Haltung bei Sauen ein und hat das Thema auf die Agenda gesetzt. Deutschland solle sich an Dänemark orientieren und in den nächsten 20 Jahren die Verwendung von den so genannten Kastenständen auf das absolute Minimum herabsetzen, sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur dpa in Hannover.

Für die Landwirte solle es Übergangsfristen geben. "Wir wollen klar sagen, dass wir aus einem System herauswollen, wo eine Sau die Hälfte ihrer Lebenszeit in einem Kastenstand fixiert ist", sagte Meyer.

Milchbauern fordern Milchmengenregulierung

Im Vorfeld der Konferenz gab es mehrere Proteste von Bauernverbänden. Mit zwei Kühen und einem symbolischen Schuldenberg demonstrierten die Milchbauern des BDM für eine Begrenzung des Überangebotes von Milch in der EU. Die Landwirte fordern, dass sich Deutschland für eine Anpassung von Angebot und Nachfrage in der EU einsetzt.

Mit Material von dpa
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