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Andresen kritisiert nach Rukwieds Wiederwahl den Bauernverband

Dirk Andresen Sprecher LsV
am Montag, 19.10.2020 - 13:44 (Jetzt kommentieren)

LsV-Sprecher Dirk Andresen nimmt die Wiederwahl von DBV-Präsident Rukwied zum Anlass für eine Verbandsschelte.

Am vergangenen Freitag wurde Joachim Rukwied auf dem Bauerntag in Erfurt für weitere vier Jahre zum Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes (DBV) wiedergewählt. Das nimmt Dirk Andresen, der Sprecher von Land schafft Verbindung (LsV), zum Anlass, dem Bauernverband und seinem Präsidenten Versäumnisse in der Verbandsarbeit und Kommunikation vorzuwerfen.

In einem Video auf Facebook stellt Andresen fest, Rukwied habe nach den großen Bauerndemonstrationen mehr als ein Jahr Zeit gehabt, den DBV neu zu strukturieren und glaubwürdiger zu machen. Aber leider sei die Zeit verstrichen und es habe sich sehr wenig geändert, so der LsV-Sprecher.

Andresen: Bauernverband hat keine Brücke zur Gesellschaft geschlagen

Andresen sagt, Rukwied habe auf dem Bauerntag selbst eine Reform angeboten, diese sei in Erfurt aber nicht praktiziert worden.

Konkret ruft Andresen den DBV-Präsidenten auf, die digitalen Medien zu nutzen, um die Chance für eine PR-Kampagne zugunsten der Landwirtschaft in nie gekanntem Ausmaß zu ergreifen. „Wir brauchen eine Brücke zur Gesellschaft, die der Bauernverband nicht geschaffen hat“, betont Andresen. Er fordert ein modernes Bündnis von Bauern, das neue Wege organisiere.

Und Andresen betont im Hinblick auf die vielfältigen Bauernproteste der vergangenen Monate auch: „Wir haben und wir hatten zu keinem Zeitpunkt radikale Bauern“. Es sollte allen zu denken geben, dass der Bauerverbandspräsident bei der großen Demonstration in Berlin nicht auf der Bühne gestanden habe.

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