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Bauernproteste und Agrarpolitik

Der Aufstand der Bauern

Bauernprotest
am Dienstag, 26.11.2019 - 19:33 (Jetzt kommentieren)

So viele Bauern wie zur Demo in Berlin sieht man selten.

Und diesmal lassen sie sich auch nicht so einfach wieder nach Hause schicken - mit Versprechungen, bürokratischen Floskeln und leeren Phrasen. Das hat vor allem die Umweltministerin Svenja Schulze zu spüren bekommen. Die Bauern haben ihr einfach den Rücken zugedreht. Aber sie hatte den Demonstranten auch nicht viel mehr mitgebracht als altbekannte Worthülsen.

Aber auch Agrarministerin Klöckner musste in der Diskussion Einiges einstecken. Doch sie schafft es am Ende den Gesprächsfaden aufzunehmen und in den - gewünschten - Dialog einzutreten. Denn: Für tragfähige Lösungen brauchen die Bauern am Ende die Politik und das Gespräch. Deutlich geworden ist auf der Demo in Berlin aber auch: Für die Bauern ist die Sache noch lange nicht zu Ende. Ohne tragfähige und einigermaßen akzeptierte Konzepte und Kompromisse werden die Proteste wohl weitergehen - und sich dann möglicherweise noch verschärfen. Der aufgestaute Frust und die existenzielle Not sind einfach zu groß.

Fakt ist: Die Zukunftssorgen vieler Bauern lassen sich nicht so einfach aus der Welt schaffen. Da nützt es auch nichts, wenn die Politik sich in Sonntagsreden gegen das Höfesterben ausspricht. Die aktuelle Agrarpolitik bewirkt jedenfalls das Gegenteil. Und da sprechen die Organisatoren der Vereinigung „Land schafft Verbindung“ vielen Bauern aus der Seele. Sie wollen zwar den Dialog – doch sie suchen nicht zuerst den Konsens – sondern sie fordern die Politik auf, dass die (fachliche) Meinung der Bauern gehört und berücksichtigt wird – ganz ohne ideologische und politische Scheuklappen. Nur so haben sie so viele Bauern und Traktoren auf die Straßen und nach Berlin gebracht.

Bauernproteste: Trecker-Demo in Berlin

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