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Brandenburg

Bauernbund: Wölfe konsequent bejagen

Wolf auf Raubzug
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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
22.01.2018

Der Bauernbund in Brandenburg fordert wolffreie Zonen in der Nähe von Menschen und Weidetieren. Der Verband will "den Widerstand der Landbevölkerung gegen den Wolf organisieren".

"Das Wolfsmonotoring ist fehlerhaft. Die Wolfsverordnung ist wirkungslos, das Wolfsmanagemnt ist gescheitert", sagte brandenburgs Bauernbundpräsident Marco Hinze. Er sehe keine Chance mehr für einen Kompromiss mit der Landesregierung. "Überall, wo Menschen und Weidetiere sind, müssen Wölfe konsequent gejagd werden," meint er und fordert wolffreie Zonen. Der Bauernbund werde den Widerstand der Landbevölkerung gegen den Wolf organisieren, kündigte Hinze an.

Mahnfeuer im März

Am 9. März werden an mindestens fünfzehn Standorten in Brandenburg und Berlin Mahnfeuer veranstaltet. 2018 sind weitere Aktionen geplant. Noch im Frühjahr sollen Landwirte und Jäger erfahren, wie sie sich gegen Wölfe wehren dürfen. Alle Bürger, die die Forderungen des Bauernbundes unterstützen, können sich ab sofort hier eintragen und vernetzen.

Rückgang der Weidewirtschaft befürchtet

2017 hatte der Bauernbund nachgewiesen, dass die fortgesetzte Ausbreitung der Wölfe zu einer Industrialisierung der Tierhaltung und einem Rückgang der ökologischen Weidewirtschaft führen würde, und hatte Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt, wie trotz des strengen Naturschutzes Wölfe, die sich einer Weide nähern, getötet werden können. Alle Kompromissvorschläge wurden nicht beachtet.

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