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Bauernregeln: Reaktionen auf Hendricks Entschuldigung

Barbara Hendricks
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Katharina Krenn, agrarheute
am
10.02.2017

Die Entschuldigung von Umweltministerin Hendricks wird von der Branche begrüßt. Doch die Kampagne hat Misstrauen gesät. Das sind die Reaktionen.

Gestern entschuldigte sich Bundesumweltministerin Barbara Hendricks per Video bei den Landwirten und bietet nun auf der Webseite einen Dialog statt Bauernregeln an. "Ein wichtiger Schritt" aus Bauernsicht, doch das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen und das Unverständnis nach wie vor groß.

Für viele ist die Entschuldigung Hendricks „Sie hatte nicht die Absicht, Landwirte in ihrer Berufsehre zu verletzen", wenig glaubhaft. Auf der Facebookseite Barbara Hendricks entbrennt derzeit unter dem Post des Videos eine hitzige Diskussion.

So wurde Hendricks Video kommentiert

Eine Userin schreibt unter das Video: „So naiv kann eine erfahrene Politikerin doch nicht sein, dass sie nicht ahnt, wie eine derartige Plakatkampagne auf die Betroffenen wirken wird. Auf mich wirkt auch diese Ausrede (quasi: Sie hat es doch nicht so gemeint...) nicht überzeugend bzw. glaubwürdig.“

Auf der agrarheute-Facebook-Seite kommentiert ein User: „Die Kuh ist noch nicht vom Eis. Sie will da ja Alternativen drucken lassen. Man hat nicht mehr so richtig Vertrauen. Ich schreibe ja hier auf den Seiten der Bauern schon sehr lange, dass die Bürger mehr Infos brauchen. Aber so, dass der Ottonormalverbraucher das auch versteht. Was Frau Hendricks da veröffentlicht hat, haben die wenigsten verstanden. Sie hat nur die Bauern verärgert.“

Auf seinen Kommentar bekam ein User auch eine Antwort vom Team Barbara Hendricks (TBH). Der User schrieb: „Dinge wie die postfaktische Anti-Glyphosatkampagne aus ihrem Haus, diese unsägliche Plakataktion, und die ewige Nitratlüge (auch in diesem Video 1/3 der Messstellen, das ist eine glatte Lüge und Falschaussage) das sind Dinge, die einen Dialog gelinde gesagt erschweren.“ Hendricks Antwort kommt leider wenig konstruktiv daher: "Lieber Herr Laubacher, bei Diskussionsbeiträgen, die Wörter wie "postfaktisch", "Lüge" und "Falschaussage" enthalten, erwarten wir keinen ernsthaften Dialog, nein. Beste Grüße, Ihr TBH."

Ein Verbraucher wiederum kommentierte die Antwort des TBH mit: „Also, ich als neutraler Beobachter und Verbraucher bin verwundert, TBH. Ihr beklagt jetzt ernsthaft obige Wortwahl, nach dem solche Plakate geklebt wurden?

"Die einen sagen so, die anderen so, ich finde es war ehrlich und gerade heraus. Über die Kampagne kann man streiten, wie sie gemacht ist, aber ein Verständnis für Natur und Landwirtschaft in der Bevölkerung anzustoßen ist der richtige Weg", so die Meinung eines anderen Facebook-Users.

Mit Material von FB

Video Barbara Hendricks

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