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Bayerischer Bauernverband

Bayerischer Bauernverband: Stefan Köhler will Walter Heidl nachfolgen

Stefan Koehler Bayerischer Bauernverband
am Dienstag, 07.12.2021 - 14:19 (Jetzt kommentieren)

Kommt der nächste Präsident des Bayerischen Bauernverbandes aus Unterfranken? Stefan Köhler, derzeit im BBV-Präsidium für Umweltthemen zuständig, hat seine Kandidatur erklärt, Walter Heidl im Amt nachfolgen zu wollen. Bislang ist Köhler der einzige Bewerber.

Stefan Köhler, Präsident des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) in Unterfranken, will nächster BBV-Präsident und Amtsnachfolger von Walter Heidl werden. Seine Kandidatur gab der 54-jährige Köhler auf der Landesversammlung des Bayerischen Bauernverbandes vergangenen Freitag in Herrsching bekannt. Heidl hatte im Juli angekündigt bei den nächsten Verbandswahlen, die voraussichtlich im September 2022 stattfinden werden, nicht mehr kandidierten zu wollen.

Wer ist der Landwirt Stefan Köhler?

Stefan Köhler ist verheiratet, hat zwei Kinder und bewirtschaftet mit seiner Familie einen Grünlandbetrieb mit Mutterkuhhaltung im Landkreis Aschaffenburg sowie mit vier Kollegen eine Betriebsgemeinschaft mit ökologischem und konventionellem Ackerbau. Nach dem Fachabitur absolvierte Köhler zunächst eine zweijährige landwirtschaftliche Ausbildung in einem Betrieb mit Ackerbau und Schweinehaltung in Unterfranken sowie auf einem Milchviehbetrieb in Oberbayern. Anschließend studierte er Landwirtschaft an der Fachhochschule Weihenstephan mit dem Studienschwerpunkt Agrarökonomie. Nach mehreren Forschungsprojekten, die er als wissenschaftlicher Mitarbeiter begleitete, sammelte Köhler Erfahrungen als Mitarbeiter in der landwirtschaftlichen Verwaltung und als Berater in Wasserschutzgebieten. Ein einjähriges Auslandspraktikum in Kanada weitete seinen Blick auch über die Grenzen Deutschlands hinaus.

Welche Funktionen hat Stefan Köhler im Bauernverband?

Seit 2002 vertritt das langjährige Bauernverbands-Mitglied Köhler die Interessen seiner Mitglieder zunächst als Kreisobmann im Landkreis Aschaffenburg, seit 2009 als stellvertretender Bezirkspräsident und seit 2017 als Bezirkspräsident von Unterfranken. Auf Landesebene ist Stefan Köhler in der Riege der Präsidenten  für die Bereiche Umwelt, Digitalisierung, Innovation und Jagd verantwortlich. In den Gremien des Deutschen Bauernverbandes vertritt er die Interessen Bayerns im Bereich Umwelt und zusammen mit BBV-Präsident Heidl zur Gemeinsamen Agrarpolitik.

Köhler: Breites Kontaktnetzwerk auch zu Umweltverbänden

Durch den großen Aufgabenbereich und sein langjähriges Engagement sei der Kandidat, wie es in einer Pressemitteilung des BBV Unterfranken heißt, nicht nur bayern- sondern auch bundesweit sehr gut vernetzt. Er pflegt seit Jahren intensive Kontakte zu anderen landwirtschaftlichen Organisationen aber auch zu Verbänden im Umwelt- und Ernährungsbereich. Dieses Netzwerk und seine vorhandenen Kontakte möchte er in die Verbandsarbeit und für die Mitglieder einbringen.

Was wären Stefan Köhlers Ziele als BBV-Präsident?

Ansporn und Anspruch zugleich ist für Stefan Köhler der aktuell laufende Strategieprozess mit einer Mitgliederumfrage des Verbandes,  der von Präsident Walter Heidl angestoßen wurden, heißt es in einer Mitteilung des BBV Unterfranken. Beide Vorhaben sind für ihn Grundlage dafür, den Verband zu modernisieren und noch besser zu strukturieren. Ferner will er die Jugend stärker und mit neuen digitalen Formaten einbinden, die Ergebnisse der Zukunftskommission in der Politik verankern und einfordern. So sollen die Landwirte wieder eine bessere wirtschaftliche Basis bekommen und zugleich den Ansprüchen der Gesellschaft gerecht werden. Köhler meint: „Es ist alles besprochen, jetzt muss es umgesetzt werden. Dabei möchte ich mit ganzer Kraft, meiner Erfahrung und meinem Wissen mitwirken.“

Wohin soll sich der BBV laut Köhler entwickeln?

Der Bayerische Bauernverband muss aus Sicht von Köhler weiterhin „das Sprachrohr seiner Mitglieder und des ländlichen Raumes“ sein und wieder mehr von der Bevölkerung wahrgenommen werden. Dies geht nur mit einem engagierten Team an Ehrenamtlichen, die landesweit intensiv zusammenarbeiten: „Ich setze mich für einen starken Bauernverband zum Wohle unserer Mitglieder ein. Ein Einzelkämpfer war ich noch nie. Gewonnen wird immer im Team und gemeinsam.“

Köhler ruft Landwirtinnen und Landwirte zum Wählen auf

Für die anstehenden Wahlen von der Orts- bis zur Landesebene wünscht sich Köhler deswegen, dass viele junge Menschen sich aktiv bei der Arbeit des Verbandes einbringen und sich für ein Mandat zur Verfügung stellen: „Nur durch eigene aktive Mitarbeit kann man gestalten und im Team auch dicke Bretter bohren. Das benötigt Zeit und Geduld, aber es hat schon oft funktioniert.“

Mit Material von Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt

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