Login

Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Corona-Krise

BBV pocht auf Staatshilfen für freiwillige Senkung der Milchproduktion

Milchwirtschaft_smb
am Freitag, 08.05.2020 - 21:31 (2 Kommentare)

Der Bayerische Bauernverband (BBV) fordert in der Corona-Krise, dass Molkereien mit Absatzschwierigkeiten gemeinsam mit ihren Landwirten die erzeugten Milchmengen vorübergehend freiwillig senken. Bund und Länder sollen das finanziell unterstützen.

Der BBV ist besorgt wegen der Lage auf dem Milchmarkt. Wie der Verband in einem Positionspapier vom 8. Mai betont, sei der Milchsektor von der Corona-Krise doppelt getroffen: Durch die weitgehende Schließung der Gastronomie und durch Einschränkungen in den Handelsbeziehungen. Auch die gesteigerte Nachfrage nach lagerfähigen Milchprodukten wie H-Milch oder Käse könne das nicht ausgleichen. Je nach Produktsortiment und Absatzwegen seien die Molkereien davon unterschiedlich schwer betroffen.

Milchproduktion wegen Corona-Krise anpassen

Der BBV unterstreicht wie wichtig es sei, dass die Molkereien die neuen Marktsignale schnell an die Milcherzeuger weitergeben, damit die Milchmenge angepasst werden könne. Besonders betroffene Unternehmen sollten gemeinsam mit ihren Milcherzeugern Wege organisieren, um die Milchproduktion vorübergehend abzusenken. Dieses ansonsten normale Vorgehen müsse in der Corona-Krise zusätzlich durch staatliche Hilfen unterstützt werden.

Molkereien sollen mit Milchbauern Konzepte entwickeln

Konzepte zur Umsetzung sollten dabei von den einzelnen betroffenen Molkereien und den Milcherzeugern erarbeitet werden. Dies sei, so der BBV, zur Zukunftssicherung von Arbeitsplätzen in den Molkereien und auf Bauernhöfen sowie zum Erhalt von Wertschöpfungsketten zur Erzeugung heimischer Lebensmittel zwingend erforderlich.

Kommentare

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...