Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Bayern

BBV-Präsident Walter Heidl bleibt länger im Amt

Verbandswahlen-Walter-Heidl-Bayern-Bauernpraesident
am Samstag, 11.09.2021 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Wegen des Kampfes gegen die Corona-Pandemie verschiebt der Bayerische Bauernverband seine Verbandswahlen, die eigentlich zum 15. September beginnen sollten. Damit bleiben die ehrenamtlichen Verbandsvertreter auf allen Ebenen mindestens vier Monate länger im Amt.

Die aktuellen Infektionsschutzmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie haben auch deutliche Auswirkungen auf den Bayerischen Bauernverband (BBV). Wie die Organisation am 10. September bekannt gab, verschiebt der Verband deshalb den ursprünglich für den 15. September geplanten Beginn seiner Verbandswahlen zumindest bis Januar 2022. Eine uneingeschränkte Ausübung des Wahlrechts aller rund 140.000 Mitglieder des BBV könne nicht garantiert werden.

Warum verschiebt der BBV seine Verbandswahlen?

Georg Wimmer, Generalsekretär des BBV, erklärt: „Unter den gegebenen, corona-bedingten rechtlichen Voraussetzungen und nach Abwägung aller rechtlichen und verbandspolitischen Gesichtspunkte kommt das Präsidium nach ausführlicher Diskussion zu dem einstimmigen Beschluss, den für 15. September geplanten Beginn der Verbandswahlen 2021/22 auf den nächstmöglichen Zeitpunkt, frühestens zu Beginn des neuen Jahres 2022 zu verschieben.“ Auch aus Fürsorge für die Gesundheit der BBV-Mitglieder sei keine andere Entscheidung möglich gewesen. Laut den geltenden Infektionsschutzmaßnahmen sind Ungeimpfte, nicht oder positiv getestete sowie nicht genesene Personen von den Wahlversammlungen ausgeschlossen und könnten damit von ihrem Wahlrecht keinen Gebrauch machen.

Wer wird bei den BBV-Verbandswahlen gewählt?

Bei den Verbandswahlen werden alle ehrenamtliche BBV-Vertreterinnen und Vertreter zunächst auf Orts-, dann auf Kreis-, auf Bezirks- und schließlich auf Landesebene gewählt. Die Verbandsmitglieder stimmen dabei über rund 6.300 Orts- und 72 Kreisvorsitzende, 7 Bezirkspräsidenten und den Landesbauernpräsident sowie deren jeweilige Stellvertreter ab. Gewählt werden auch die Orts-, Kreis-, und Bezirksbäuerinnen sowie die Landesbäuerin.

Wieviel länger bleibt Bauernpräsident Walter Heidl im Amt?

Die Verschiebung der Verbandswahlen hat auch Auswirkungen auf die Spitze des BBV. Verbandspräsident Walter Heidl hatte im Juli angekündigt, sich nicht mehr zur Wiederwahl zu stellen. Heidls Amtszeit wäre daher mit der ursprünglich für Mai 2022 geplanten Wahl eines neuen Bauernpräsidenten zu Ende gegangen. Mit der Verschiebung der Verbandswahlen um mindestens vier Monate bleibt somit vermutlich auch Heidl – genauso wie alle anderen gewählten Verbandsvertreterinnen und Vertreter – mindestens noch bis September 2022 im Amt.

Kommentare

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...