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Zukunft Landwirtschaft

BMUB-Agrarkongress: Hendricks' Agrarkonsens auf einen Blick

Barbara Hendricks auf dem Agrarkongress
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Anke Fritz, agrarheute
am
16.01.2018

Auf dem 2. Agrarkongress des Bundesumweltministeriums fordert Ministerin Barbara Hendricks eine Neuordnung der EU-Agrarförderung. Der DBV plädiert für eine realistische Problemlösung.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat im Rahmen des zweiten BMUB-Agrarkongresses ihre Vorstellungen für einen breiten gesellschaftlichen Agrar- und Umweltkonsens skizziert. "Nur mit einem solchen Konsens können wir die Umwelt- und Akzeptanzprobleme der Landwirtschaft lösen und gleichzeitig den Landwirtinnen und Landwirten eine sichere Zukunft geben", sagte die Sozialdemokratin.

agrarheute fasst das Wichtigste zusammen.

Hendricks' wichtigste Forderungen

  1. Aus der Nutzung von Glyphosat aussteigen und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln insgesamt deutlich verringern
  2. Neuordnung der EU-Agrarförderung
  3. Faire Entlohnung der Landwirte für Umweltschutz, Tierwohl und Landschaftspflege
  4. Naturschutz-Offensive 2020 soll Umwelt-, Natur- und Klimaschutz in der Landwirtschaft gezielt fördern
  5. Agrarsubventionen nicht mehr nur nach der Größe der bewirtschafteten Fläche vergeben

DBV fordert Realismus

Der Deutsche Bauernverband (DBV) fordert Realismus beim Erkennen und Lösen der Probleme und einen respektvollen Umgang miteinander als Leitmotive für einen zukunftsfähigen Gesellschaftsvertrag. Es sei notwendig, dass neue Wege in der landwirtschaftlichen Praxis auch umsetzbar und wirtschaftlich tragfähig seien.

Politische Entscheidungen müssten auf der Erkenntnis basieren, dass einseitige nationale Standards in offenen Agrarmärkten ins Leere liefen und ihr Ziel verfehlten, erklärte DBV-Umweltexperte Steffen Pingen auf dem Agrarkongress des Bundesumweltministeriums in Berlin.

Mit Material von BMUB, DBV
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