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Außerlandwirtschaftliche Investoren

Bodenpreise: Der Markt soll transparenter werden

Boden mit 100-Euro-Scheinen
am Mittwoch, 28.08.2019 - 12:06 (Jetzt kommentieren)

Der Bodenmarkt soll transparenter werden. Dazu hat die Regierung heute einen Gesetzentwurf vorgelegt.

Die amtliche Bodenpreisstatistik soll künftig nicht nur wie bisher über die gezahlten Preise Auskunft geben, sondern auch darüber, ob der Käufer ein Landwirt war oder nicht. Dazu hat das Kabinett heute den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung der Preisstatistik beschlossen.

Bundeslandwirtschaftsministerium Julia Klöckner erklärte: „Die Äcker sollen bei unseren Bauern bleiben – nicht zu Spekulationsobjekten werden. Die von uns initiierten Maßnahmen sind daher ein wichtiger Schritt, um die Bedeutung und Aktivitäten außerlandwirtschaftlicher Investoren auf dem landwirtschaftlichen Bodenmarkt besser beurteilen und kontrollieren zu können. Sie sind ein Beitrag zur Sicherung einer flächendeckenden, familiengeführten Landwirtschaft.“

Bodenpreise 2018 erneut gestiegen

Kaufwerte landwirtschaftlicher Flächen 2018

Mit der geplanten Gesetzesänderung sollen außerdem die Preise für Ackerland und Dauergrünland getrennt erfasst und ausgewiesen werden. Bislang werden die sogenannten Kaufwerte lediglich für die Fläche landwirtschaftlicher Nutzung insgesamt statistisch erfasst.

Nach der jüngsten Preisstatistik, die das Statistische Bundesamt Mitte August veröffentlicht hatte, hielt der Aufwärtstrend der Bodenpreise in Deutschland auch 2018 an. Im Durchschnitt erreichte der Kaufwert für landwirtschaftliche Flächen ohne Gebäude 25.485 Euro je Hektar; das waren 5,9 Prozent mehr als 2017. Seit 2010 haben sich die Preise für Agrarflächen damit mehr als verdoppelt.

Rechtsgrundlage für Gas- und Strompreiserhebung

Der Gesetzentwurf ist federführend in der Verantwortung des Bundeswirtschaftsministeriums. Er soll die nationale Rechtsgrundlage schaffen, um Datenanforderungen aus europäischen Verordnungen zur Preisstatistik zu erfüllen und Rechtsunsicherheiten zu beseitigen. So setzt er unter anderem die EU-Verordnung über die Erdgas- und Strompreiserhebung um. Eine Anhörung der Länder und Verbände fand bereits statt. Nun beginnen die Lesungen in Bundestag und Bundesrat.

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