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Borchert soll „Kompetenznetzwerk für Nutztierhaltung“ leiten

Jochen Borchert
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Norbert Lehmann, agrarheute
am
15.03.2019

Ex-Agrarminister Jochen Borchert soll ein Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung im Bundeslandwirtschaftsministerium leiten.

Laut Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner soll das Netzwerk als Beratungsgremium zur Umsetzung und Weiterentwicklung der Nutztierstrategie fungieren. Den Vorsitz soll der frühere Bundeslandwirtschaftsminister Jochen Borchert übernehmen.

Ziel sei es, Entscheidungsträger und Fachleute aus Politik, Wissenschaft, Praxis, Wirtschaft und Verbänden zu vernetzen und so ein hohes Maß an Kompetenz in Fragen der Nutztierhaltung aufzubauen, erläuterte das Ministerium. Auf diese Weise solle der Informationsfluss zwischen den beteiligten gesellschaftlichen Gruppen optimiert und damit die Akzeptanz der Nutztierhaltung in Deutschland verbessert werden. Es sei vorgesehen, dass das Kompetenznetzwerk Ansätze zur Verbesserung der gesellschaftlichen Akzeptanz der Nutztierhaltung aufzeige und auch die Umsetzung der Nutztierstrategie fachlich begleite.

Rückkehr in das Bundesressort nach mehr als 20 Jahren

Borchert stand von 1993 bis 1998 an der Spitze des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Von 1980 bis 2009 gehörte der mittlerweile 78-jährige CDU-Politiker dem Bundestag an. Von 2004 bis 2011 war Borchert Präsident des Deutschen Jagdschutz-Verbandes, heute Deutscher Jagdverband (DJV).

Bereits Klöckners Amtsvorgänger Christian Schmidt hatte beim Thema „Tierhaltung“ auf Erfahrung gesetzt und den ehemaligen niedersächsischen Agrarminister Gert Lindemann mit der Leitung des damals eingerichteten Kompetenzkreises „Tierwohl“ betraut. Der Kompetenzkreis war maßgeblich an der im Sommer 2017 von Schmidt vorgelegten Nutztierstrategie des Bundeslandwirtschaftsministeriums beteiligt.

Mit Material von AgE
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