Login
Bodenmarkt

Bündnisgrüne: BVVG-Preise sind zu hoch

Thumbnail
Norbert Lehmann, agrarheute
am
01.09.2017

Die von der BVVG erzielten Pachten und Kaufpreise stellen eine nachhaltige Flächenbewirtschaftung zunehmend in Frage. Das befürchten Bündnis 90/Die Grünen.

Betriebe werden überfordert

In einer Kleinen Anfrage weist die bündnisgrüne Bundestagsfraktion darauf hin, dass von der Bodenwertungs- und verwaltungs GmbH (BBVG) in Sachsen-Anhalt bereits Pachtpreise von bis zu 950 Euro je Hektar erzielt würden. Das übersteige die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit bäuerlicher Betriebe. Zudem seien negative Folgen für die Agrarstruktur zu befürchten.

Agrarstruktur in Gefahr?

Die Bundesregierung soll darum erklären, ob Pachtpreise von über 900 Euro pro Hektar nach ihrer Auffassung noch den agrarpolitischen Zielen und den BVVG-Vergabegrundsätzen entsprechen.

Die Regierung soll darlegen, ob sie der Meinung ist, dass bei solchen Pachten im konventionellen oder ökologischen Ackerbau mit Rücksicht auf die Bodenfruchtbarkeit und Fruchtfolge überhaupt noch positive Deckungsbeiträge zu erwirtschaften seien.

Die Grünen fragen auch, ab welcher Pacht- und Kaufpreishöhe die Regierung die Gefahr negativer Folgen für die Agrarstruktur sieht.

Auch interessant