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Futterknappheit

Bundesrat gibt ökologische Vorrangflächen frei

Kuh auf vertrockneter Weide
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Anke Fritz, agrarheute
am
21.09.2018

Der Bundesrat gibt den Weg für die Nutzung von ökologischen Vorrangflächen aufgrund der Dürrefolgen frei. Die Verordnung wurde heute beschlossen.

Der Bundesrat hat beschlossen, dass dürregeschädigte und von Futternot geplagte Landwirte ihre durch Saatgutmischungen oder durch Untersaaten angelegten Zwischenfruchtflächen im Rahmen der Ökologischen Vorrangflächen beim Greening nutzen können. Dies kann nun bereits vor Ablauf der bekannten 8-Wochen-Frist nach der jeweiligen Aussaat durch Schnitt oder Beweidung für die Futterbereitstellung geschehen.

Ohne ein bürokratisches Genehmigungsverfahren soll die Möglichkeit einmalig für 2018 gelten. Die Entscheidung darüber trafen die Länder heute im Bunde.

Kühe auf ökologischen Vorrangflächen

Zugleich beschloss der Bundesrat Maßgaben, die die Maßnahmen noch effektiver und unbürokratischer werden lassen. Setzt die Bundesregierung diese um, können Viehhalter demnächst auf ökologischen Vorrangflächen nicht nur Schafe und Ziegen, sondern auch Kühe grasen lassen. Eine zeitliche Beschränkung gilt nicht. Zusätzlich zur Beweidung wird auf den Vorrangflächen außerdem die Schnittnutzung zu Futterzwecken ermöglicht. Die Verordnung soll am Tag nach der Verkündung in Kraft treten.

Mit Material von Bundesrat
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