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Bundesrat will mehr Bio in Restaurants und Kantinen

Buffet mit verschiedenen Lebensmitteln
am Freitag, 26.03.2021 - 14:30 (1 Kommentar)

Der Bundesrat will mehr Bio-Lebensmittel in Kantinen, Mensen und Restaurants sehen. Außerdem fordern die Länder Änderungen am neuen Ökolandbaugesetz.

Bio-Lebensmittel seien in der Außer-Haus-Verpflegung deutlich unterrepräsentiert, heißt es in einer Stellungnahme, die der Bundesrat heute (26.3.) zum Ökolandbaugesetz beschlossen hat. Das Ziel der Bundesregierung, bis 2030 mindestens 20 Prozent der Fläche ökologisch zu bewirtschaften, könne nur erreicht werden, wenn das große Potenzial der gemeinschaftlichen Verpflegung zeitnah stärker erschlossen werde.

Die Länderkammer befürchtet sogar einen Rückschlag für den Biomarkt, wenn die Verbraucher in einer Zeit nach Corona wieder mehr außer Haus essen und folglich weniger Bio-Lebensmittel einkaufen werden.

Ökoanteil im Restaurant freiwillig ausloben

Der Bundesrat fordert die Regierung darum auf, eine Kampagne für Bio-Lebensmittel in der Außer-Haus-Verpflegung zu starten. Darin soll über den Nutzen der ökologischen Produktion und ökologischer Erzeugnisse informiert werden.

Außerdem schlägt die Länderkammer vor, dass die Regeln für die Auslobung von Bio-Zutaten in der Außer-Haus-Verpflegung vereinfacht werden. Nach dänischem Vorbild soll für Restaurants, Mensen und Kantinen ein freiwilliges Kennzeichen entwickelt werden. Mit diesem Siegel soll der prozentuale Anteil ökologischer Erzeugnisse an der Gemeinschaftsverpflegung ausgelobt werden dürfen. Dadurch soll ein Wettbewerb unter den Unternehmen der Außer-Haus-Verpflegung um einen möglichst hohen Bioanteill gefördert werden.

Änderungen am Kontrollsystem in der Diskussion

In seiner Stellungnahme forderte der Bundesrat außerdem eine Reihe von detaillierten Änderungen an der neuen Kontrollsystematik für den Ökosektor. Das neue Ökolandbaugesetz (ÖLG) dient im Wesentlichen nämlich dazu, die nationale Gesetzgebung an die veränderte EU-Ökobasisverordnung (2018/848) anzupassen.

Die EU-Verordnung tritt bekanntlich mit einem Jahr Verzögerung zum 1. Januar 2022 in Kraft. Nach der Stellungnahme des Bundesrates wird das ÖLG nun zur weiteren Beratung an den Bundestag überwiesen.

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