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Bundesregierung: Kein MRSA-Eintrag durch Mastbetriebe

Fliegl Miststreuer
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Katharina Krenn, agrarheute
am
12.07.2018

In einer kleinen Anfrage gehen die Grünen von einem Gewässereintrag von MRSA durch Geflügelkot aus. Das antwortete die Bundesregierung dazu.

Grünen-Abgeordnete der Bundestagsfraktion haben in einer kleinen Anfrage die Bundesregierung zum Thema "Eintrag von multiresistenten Keimen in Oberflächengewässer" befragt. Dabei beziehen sie sich unter anderem auf einen NDR-Bericht, der aussagt, dass in einer Stichprobe in verschiedenen Gewässern Niedersachsens multiresistente Keime gefunden wurden. „Ein möglicher Eintragspfad von multi-resistenten Keimen in Oberflächengewässer sind Tiermast- und Schlachtbetriebe“, heißt es in der Grünen-Anfrage.

Forschungsprojekt zu Abwässern aus der Tierhaltung

Die Grünen wollten wissen, ob die Bunderegierung ausschließen kann, dass multiresistente Keime durch als Düngemittel verwendeten Geflügelkot in Oberflächengewässer gelangen. Der Bundesregierung seien keine Fälle bekannt, bei denen multiresistente Keime durch die Ausbringung von Geflügelkot in Oberflächengewässer gelangt sind. In diesem Zusammenhang wird auch auf das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt „Risiken durch Abwässer aus der intensiven Tierhaltung für Grund- und Oberflächenwasser in Agrarräumen“ verwiesen, das diese Risiken untersucht hat. Ein Ergebnis aus dem Projekt lautet: „Eine mikrobiologische Gefährdung der menschlichen Gesundheit durch landwirtschaftliche Abwässer kann weitgehend ausgeschlossen werden."

Desweiteren so die Regierung werde mit den strengen Ausbringungsregelungen der Düngeverordnung verhindert, dass Dünger in Oberflächengewässer gelangen.

Mit Material von Bundestag

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