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GroKo

CDU, CSU, SPD: So sehen die User die Zukunft des Agrarministeriums

Groko mit Würfeln geschrieben
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Julia Eder, agrarheute
am
30.01.2018

An welche Partei soll das Landwirtschaftsministerium in der GroKo gehen? Und wer soll als Minister an der Spitze stehen? Das denken die agrarheute-Leser.

Bevor Parteien oder Personalien diskutiert werden, stellen einige User ganz allgemein ihre Wünsche und Anforderungen an einen neuen Bundeslandwirtschaftsminister in den Raum.

Georg Mermi wünscht sich jemanden, "der sich bei Entscheidungen an wissenschaftliche Fakten hält und nicht an polemische Stimmungsmache der Politik."

Für Herbert Groeschel ist klar, wer es werden soll: "Natürlich ein richtiger Bauer, der was versteht von Ackerbau und Viehzucht!"

Anton Kraus sieht das für die Realität skeptisch: "Der Kandidat muss die internationale Sicht verkörpern. Wenn der einzige, der das kann, woanders gebraucht wird, dann bitte nach Geradlinigkeit auswählen. Und zu einem Kandidaten aus der SPD hat man als Bürger und Wähler nichts zu sagen. Denn das bleibt sicherlich den SPD-Mitgliedern, zumal den neuen, vorbehalten! Und einem Landwirt aus der Praxis kann man so ein Amt nicht antun, siehe NRW."

Christian Schmidt für weitere vier Jahre

Bernd Tamminga ist unzufrieden mit den Namen, die bisher in Spekulationen auftauchten: "Als Befürworter einer bäuerlichen Landwirtschaft kann ich für keinen Minister von der CDU/CSU stimmen."

Daniel Bohl sieht das Ergebnis der vergangenen vier Jahre positiv: "Wenn das Landwirtschaftsministerium bei der Union bleibt, bin ich für Kontinuität. Christian Schmidt war der erste Landwirtschaftsminister, der ein Praktikernetzwerk für das BMEL ins Leben gerufen hat, an dessen Fortsetzung ich Interesse habe und hoffentlich auch die zahlreichen Beteiligten im BMEL. Darüberhinaus habe ich Christian Schmidt als einen Minister erlebt, der unterschiedliche Interessengruppen in Rundtischgesprächen zum Austausch zusammengeführt hat und neugierig auf ihre durchaus kontoversen Beiträge war. Und letztendlich hat er gezeigt, daß er eine Meinung hat, die nicht populär ist, aber er sie trotzdem durchsetzt, obwohl er sich an drei Fingern abzählen konnte, dass es öffentliche Dresche gibt. Respekt für so einen Politiker!"

Alexander Sell sieht das ähnlich, ihm fehlen aber auch die Alternativen: "Der Schmidt ist nicht gerade erste Wahl, aber besser als alles von der SPD. Und das sage ich als ehemaliger SPD Wähler."

Landwirtschaftsministerium unter der SPD?

Weiterhin wurde diskutiert, ob nach vier CSU-Legislaturperioden im Agrarministerium nicht mal die SPD am Zug wäre. Diesen Vorschlag erklären mehrere User eine Absage.

Jens Kassner findet, dass die Erfahrungen mit einer roten Umweltministerin schon schlimm genug seien und als abschreckendes Beispiel genügten.

Auch Carsten Boettcher sieht keinen geeigneten SPD-Kandidaten: "Es liegt daran dass die SPD-Politiker für das Ressort Landwirtschaft keine Kompetenz mitbringen. [...] Unsere Umweltministerin, also die SPD, hat ja bei ihrer Bauernregel-Kampagne den Landwirten offenbart, was sie von ihnen hält."

Diskussion um die Ära Künast

Neben der SPD-Legislatur wurde auch die Agrarpolitik unter Renate Künast diskutiert. Alexander Sell gibt zu bedenken: "Ihr haben wir zu verdanken, dass es eine einheitliche Flächenprämie gibt. [...] Wir haben annähernd 50 % Grünland und seit der Anpassung ist die Sache wesentlicher gerechter. Die Zusatz-Auflagen stellen kein größeres Hindernis dar."

Jens Kassner stellt hingegen die Frage: "Was war an der unterschiedlichen Prämie für Acker und Grünland so schlecht?" Schließlich seien das Ausgleichzahlungen und die Anforderungen und Auflagen seien auf Grünland geringer.

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