CO2-Grenzausgleich der EU wird Düngemittel verteuern
Der Handel mit Mineraldünger bleibt vom künftigen CO2-Grenzausgleichsmechanismus der EU nicht verschont. Für Landwirte könnte das teuer werden.
Zwischen 2026 und 2034 wird die EU schrittweise ihren Emissionshandel erneuern. Beim geplanten Grenzausgleichsmechanismus zur Anpassung der Kohlenstoffgrenzwerte (CBAM) werden auch Düngemittel einbezogen. Darauf hatten sich die Kommission, der Rat und das EU-Parlament in der letzten Woche im Trilogverfahren geeinigt. Auch Eisen, Stahl, Zement, Aluminium, Elektrizität sowie Wasserstoff sind von dem Grenzausgleich betroffen.
Das neue EU-Emissionshandelssystem wird jedes Jahr einen Preis für CO2 festlegen und die zulässigen Emissionsmengen in Bereichen wie der Strom- und Wärmeerzeugung, energieintensiven Industriesektoren und der kommerziellen Luftfahrt senken. Mit der jetzt erfolgten Einigung sollen die Emissionen aus den betroffenen Sektoren bis 2030 um 62 Prozent gegenüber dem Stand von 2005 gesenkt werden.
COPA/COGECA: Noch höhere Düngerkosten können Landwirte nicht tragen
Die Dachorganisationen der europäischen Bauern- und Genossenschaftsverbände (Copa/Cogeca) warnen vor weiter steigenden Düngerpreisen und Betriebskosten in der Landwirtschaft. Außerdem steige die Wettbewerbsfähigkeit von importierten Lebensmitteln durch den Grenzausgleich. Beides zusammen bedeute für Landwirte eine doppelte Bestrafung, die für sie nicht mehr zu stemmen sei. Schließlich hätten die Preise für Düngemittel zuletzt wegen der Corona-Pandemie und wegen des Ukraine-Kriegs historische Höchststände erreicht.
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